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04.05.2010

Spannender Aufstiegskampf in der Kreisklasse A

Die Mannschaften im Fußballkreis Pforzheim biegen auf die Zielgerade ein. Der FSV Eisingen liegt dabei als Spitzenreiter in der Kreisklasse A1 gut im Rennen. Der SV Büchenbronn, Zweiter in der A2, steckt dagegen in der Krise.

In der vergangenen Saison wurde der FSV Eisingen noch Dritter, dieses Jahr greifen die Jungs von Trainer Volker Müller nach dem Meistertitel. „Wir wollen es endlich packen“, sagt Eisingens Spielleiter Jürgen Schmelcher und hat den Aufstieg in die Kreisliga fest im Visier. Die Hälfte der Saison stehen Patrick Rygiel und Co. schon an der Tabellenspitze. Und Schmelcher weiß auch warum: „Die Truppe ist nach der letzten Saison zusammengeblieben und versteht sich fantastisch. Außerdem leistet der Trainer tolle Arbeit.“

Volker Müller zeigt seit anderthalb Jahren seinen Schützlingen, wo's lang geht. Und zum 100-jährigen Jubiläum des Vereins in diesem Jahr soll es natürlich eiligst eine Etage höher gehen. Für den Aufstieg muss sich die Müller-Truppe im Saisonfinale aber nochmal kräftig ins Zeug legen. Vor allem am Samstag, 15. Mai, wenn im Spiel beim Verfolger FSV Buckenberg die Vorentscheidung in der Meisterschaft fällt.

Doch egal ob Kreisliga oder A-Klasse – auch nächstes Jahr wird der Trainer des FSV Volker Müller heißen. Der Coach hat dieser Tage um ein weiteres Jahr verlängert. Und auch die Mannschaft wird ihr Gesicht nicht verändern. „Wir haben keinen Abgang“, freut sich Schmelcher. Dafür bekommt man vom 1. FC Ersingen Verstärkung. Stürmer Christoph Plokarz (22) kommt wieder nach Eisingen zurück. Übrigens: Einen Geschmack davon, wie die Eisinger Spieler womöglich den Aufstieg feiern werden, bekommt man auf der Vereinsseite im Internet auf www.fsveisingen.de. Patrick Rygiel glänzt auch in der Kabine als Antreiber!

 


 

Solch einen Einpeitscher hätte derzeit auch gerne der SV Büchenbronn in der Kreisklasse A2. Die Mannschaft von Andreas Eberle schwächelte zuletzt und musste zusehen, wie der 1. FC Dietlingen (neun Punkte Vorsprung) davon zog. Die Büchenbronner Ergebnisse der letzten vier Spiele: 1:2 gegen Neusatz/Rotensol, 1:0 gegen Spvgg Coschwa, 0:0 gegen 1. FC Engelsbrand und jüngst die 0:3-Schlappe beim TSV Schwarzenberg.

„Wenn einige Jungs denken, sie müssten am 1. Mai Party machen, dann kann man am nächsten Tag eben nicht fit auf dem Platz stehen“, lässt Andreas Eberle durchblicken. Hinzu kommt aber auch, dass man den angeschlagenen Marco Cigno in den letzten Wochen immer „durchschleppen“ müsse, so Eberle. Und auch Giuseppe Padolino quäle sich durch die Runde. Nicht voll mit dem Team trainieren kann außerdem Hjalmar Fuchs, der in Tübingen studiert (Rechtswissenschaften), dort einmal trainiert und nur donnerstags in Büchenbronn vorbeischaut. „Er bringt jedoch seine Leistung“, meint Eberle.

Die Meisterschaft in der Kreisklasse A2 hatte der 40 Jahre alte Coach schon vor vier Wochen nach der Niederlage bei der SG Neusatz/Rotensol abgeschrieben. „Ich habe nach dem Spiel gleich den Walter angerufen und ihm gratuliert“, erzählt der Büchenbronner Trainer, der sich gut mit seinem Kollegen Walter Götz vom Spitzenreiter Dietlingen versteht.
Den „Winzern“ wird er am kommenden Wochenende kräftig die Daumen drücken, wenn die den Dritten Coschwa empfangen. Denn sollten die Gastgeber verlieren, zieht die Spielvereinigung an den spielfreien Büchenbronnern vorbei. „Ich hoffe, dass Dietlingen das Spiel nicht kampflos hergibt“, sagt Eberle, dessen Minimalziel jetzt nur noch der Relegationsplatz ist. „Doch dafür müssen wir noch einiges tun“, fügt der Coach hinzu und nimmt seine Kicker in die Pflicht.

Ob Eberle auch in der kommenden Spielzeit das Kommando beim Höhenstadtteil-Klub hat, ist fraglich. „Von mir aus schon“, sagt Eberle, „ich bin bereit.“ Jetzt muss nur noch der Verein grünes Licht geben.
Gescheitert ist die SG Germania Brötzingen II/1. FC Pforzheim II in dieser Runde. Das Team wurde aufgelöst. Nun wagt Brötzingen mit dem möglichen Fusionspartner 1. FC Eutingen einen Neuanfang. In der neuen Saison geht eine Spielgemeinschaft Brötzingen II/Eutingen II an den Start. Das bestätigte Brötzingens Vize-Präsident Jörg Augenstein der PZ. Spielen die ersten Mannschaften beider Vereine in der neuen Runden in der Kreisliga (Eutingen kämpft in der A-Klasse noch um den Aufstieg), dürfte die SG in der Kreisklasse B3 antreten.