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1992 ging die Kokerei in Betrieb. Doch schon acht Jahre später war der Ofen aus. Jetzt verschwand auch der Kohleturm in Dortmund mit einem lauten Knall.
dortmund © dpa
23.08.2014

Sprengung: Kohleturm in Dortmund fiel wie geplant

Dortmund. Der Kohleturm der ehemaligen Dortmunder Kokerei Kaiserstuhl ist am Samstagmorgen gesprengt worden. Das 75 Meter hohe Silo fiel wie vorgesehen auf ein sogenanntes Fallbett aus Schutt.

Zuvor war der Turm nach Angaben des Unternehmens RAG Montan Immobilien mit 950 Bohrlöchern und Zündern versehen worden. 180 Kilo Sprengstoff waren nötig, um das 9000 Tonnen schwere Industriebauwerk mit seinen 60 Zentimeter dicken Außenwänden zu Fall zu bringen.

Die traditionsreiche Kokerei Kaiserstuhl war 1992 neu wieder in Betrieb genommen worden und galt damals als modernste Europas. Doch acht Jahre später wurde sie schon wieder stillgelegt, weil die Nachfrage nach Stahl weltweit nicht zurückging. In einer Kokerei wird Kohle zu Koks verarbeitet, der wiederum bei der Stahlerzeugung gebraucht wird. Die Dortmunder Fabrik wurde durch chinesische Fachkräfte abgebaut und in China wieder aufgebaut.