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20.02.2008

Stadtbusse registrieren Minus bei der Schülerbeförderung

Man könnte jetzt natürlich auch Hohn und Spott ergießen über die Sparbemühungen der Stadt. Das Rathaus hat vor zwei (Schul-)Jahren den Zuschuss zu den Schülerbeförderungskosten gekürzt, um Geld zu sparen. Von 200 000 Euro war damals die Rede.

Die Verkehrsbetriebe hatten gewarnt, dass sich dies in ihrer Kasse auswirken werde. Nun sieht es so aus, als sei genau das eingetroffen, und noch dazu fast in der gleichen Größenordnung wie die angestrebte Ersparnis. Anders gesagt: Was die Stadt hier spart, fehlt ihr dort als Einnahme. Bestenfalls sind es so gesehen ein paar tausend Euro, um die sich die finanzielle Lage verbessert hat.

Demgegenüber verzichten über den Daumen gepeilt zwei- bis dreitausend Jungen und Mädchen, die allesamt mehr als anderthalb Kilometer von ihrer Schule entfernt wohnen, auf die Busfahrt zum Unterricht. Im Extremfall tragen Zehn- bis Zwölfjährige ihren kiloschweren Schulranzen bis zu drei Kilometer weit über vielbefahrene Straßen oder lassen sich von den Eltern fahren. Davon stirbt man nicht, aber diese Art von Sparmaßnahme hätte sich die Stadt sparen können.