nach oben
11.10.2010

Stillstand in Sachen Derivate-Aufarbeitung

Politik, so weiß ein schlauer Spruch, bestehe im Bohren harter Bretter. Demzufolge wäre die Aufarbeitung der desaströsen Derivate-Geschäfte derzeit so ziemlich das Politischste, mit dem sich die Stadt Pforzheim beschäftigt.

Mühsam und in kleinsten Schritten geht es voran. Der rund 57 Millionen Euro teure Ausstieg ist erfolgt, aber bei der Gegenfinanzierung durch Verkauf und Zurückleasen städtischer Immobilien an eine städtische Tochtergesellschaft sind noch fast alle Details offen. Gleichfalls noch unbekannt ist, welche Chancen die Gutachter in einem Rechtsstreit mit den Banken sehen. Und völlig im Unklaren ist die Öffentlichkeit, wenn es um die strafrechtliche Aufarbeitung geht. Das mag, weil es sich um eine so schwierige Materie handelt, seine Gründe haben. Dennoch beschleicht viele Bürger das Gefühl, dass von der hochgelobten Transparenz und vom Schwung der ersten Aufarbeitungsphase nicht mehr so viel zu merken ist. Und die Sorge, dass manches unter dem Teppich landen wird.

Ihre Meinung zum Kommentar schreiben Sie an: marek.klimanski@pz-news.de