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17.03.2008

Strategie?!

"So, jetzt fange ich aber an!" - "Ne, ich hab ja noch Zeit…" - "Du musst aber!" - "Aber das Buch ist so spannend…" So, oder so ähnlich, sieht es gerade in meinem Kopf aus: Ich versuche, diszipliniert zu lernen, aber da gibt es ja so viele tolle Dinge, die mich ablenken wollen! Was soll ich nur tun?! :)

Heute ist der erste Ferientag und ich habe für mich persönlich die letzte und intensivste Lernphase eingeläutet. Jeden Tag konsequent lernen, Matheaufgaben rechnen, Geschichte zusammenfassen und versuchen, mir wichtige Fakten zu England und Amerika zu merken. Das kann doch nicht so schwer sein und man wird dem Abi schon beikommen.

Denkste! Genau dann, wenn man lernen will, ist plötzlich alles interessanter als die Zettel vor mir und in meinem Kopf will einfach nix drin bleiben. Da kann ich mir die Matheformel 1000 Mal einhämmern; ich habe sie schon vergessen, bevor ich sie überhaupt zu Ende geschrieben habe! :)

Eigentlich fällt es mir nicht schwer zu lernen. Ich habe früher oft Gedichte auswendig gelernt und die blieben dann auch drin. Ich bin wohl eher der Typ mit dem photographischen Gedächtnis. Wenn ich etwas lernen muss, dann „scanne“ ich die Seite sozusagen in mein Hirn ein, lese es durch und spreche es mir vor (ist halt peinlich, wenn es jemand sieht…). Aber dann ist es drin und ich muss dann in einer Klausur nur noch auf die richtige Seite in meinem Hirn gehen und kann dann mit einem imaginären Cursor zur richtigen Information scrollen.

Aber in Mathe scheint das keinen Sinn zu haben. Da hilft nur: Rechnen, rechnen, rechnen! Und genau das mache ich gar nicht gern. Ich würde das lieber von Natur aus können. Stattdessen muss ich mich jetzt jeden Tag mit Integralen, Funktionen und Vektoren rumärgern, nur um dann herauszufinden, dass mein Ergebnis nicht das Gleiche wie in der Lösung ist…!

Da muss man halt durch, danach nie wieder! So werde ich jetzt ein bisschen leise Musik anmachen, Cappuccino trinken und mich den Aufgaben widmen. Es hilft auch, wenn man die Fächer abwechselt, dann dreht man nicht so leicht durch. Und ganz wichtig: Hirn zwischendurch durchpusten! Also mal rausgehen, ne Runde spazieren oder die Wut rausboxen. Oder mal mit ner Freundin ein Kaffee trinken, ins Kino gehen oder sich zuhause ne DVD reinziehen.

Das sind meine Tipps, aber da ist ja jeder anders. Mich würde es interessieren, wie meine Zeit- und Leidensgenossen mit dem Stress umgehen und versuchen, den Stoff in ihr Hirn reinzupressen. Also, meldet euch!

Und für alle, die ebenso wegen Mathe schwitzen wie ich, gilt der Spruch meiner Oma: Lieber ne 5 in Mathe als gar keine persönliche Note…! :)