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05.10.2011

"Streifen-Taunus" von Ford ist der neue Wirtschaftswunder-Pin

Der Ford Taunus, als typisches Fahrzeug der 1950er und 1960er Jahre, wird in diesem Jahr auf dem Wirtschaftswunder-Pin zu sehen sein. Mit dem Namen „Taunus“ wurden nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1967 alle deutschen Ford-Pkw-Modelle bezeichnet. „Taunus“ war bis 1967 ein Markenname und zugleich ein Synonym für Ford Deutschland. Auf Grund der Verbundenheit zum Produktionsstandort Köln wurde als Logo ein dem Kölner Wappen ähnliches Emblem verwendet.

Kreiert wurde der Pin durch Ute Middel von der Kunst Initiative Pforzheim (KIP). Der gelungene Entwurf wurde einmal mehr von der Firma B.H. Mayer’s IdentitySign in limitierter Auflage hergestellt und kostenlos zur Verfügung gestellt. Der neue Aktionspin ist am Verkaufsoffenen Sonntag am Stand des WSP Citymarketing erhältlich. Der Preis beträgt einen Euro. Der gesamte Erlös geht an die Aktion „Menschen in Not“ der Pforzheimer Zeitung.

Auf Grund ihrer unverwechselbaren Optik entstanden für verschiedene Ford Taunus-Modelle Spitznamen wie „Buckeltaunus“, „Weltkugeltaunus“ oder „Streifen-Taunus“. Auf dem Pin zu sehen ist der von 1959 bis 1962 gebaute Taunus 12M mit breiten weißen Seitenstreifen und ohne die typische Weltkugel seines Vorgängers. Grund für das gravierendste Facelifting in der Geschichte dieser Modellreihe waren Ende der 1950er Jahre zurückgehende Verkaufszahlen. Das Fahrzeug mit dem 1,2-Liter-Motor erhielt für das Modelljahr 1960 technische Verfeinerungen, eine bessere Federung und unterschied sich in der Front deutlich von seinem Vorläufer. Dieser 12M Taunus erschien mit einer flachen Motorhaube, bot aber einen breiten Chromgrill mit eingelassenen Blinkern. Das Dach war geringer gewölbt, im Innenraum beherrschten jetzt drei große Instrumente das Armaturenbrett. Dominiert wurden die Seiten jetzt durch die deutlichen, abgesetzten Streifen, die dem Modell auch seinen Namen verliehen.

Weiterhin verwendet wurde aber der technisch veraltet geltende, seitengesteuerte 38 PS Motor mit 1172 ccm Hubraum, wenn auch mit höherer Verdichtung. Allerdings blieb die Höchstgeschwindigkeit bei 110 Stundenkilometern. Kleiner Straßenkreuzer, „Streifen-Taunus“ oder Taunus mit Bauchbinde wurde der auffällige 12M im Volksmund genannt. Der Ford traf zu einer Zeit, wo der Besitz eines Autos noch immer einer ausgesuchten Klientel vorbehalten war, den Geschmack der Kunden: das Fahrzeug war altbewährt, die Technik zuverlässig und die Unterhaltungskosten durchaus überschaubar. Bis 1962 liefen 245.614 Fahrzeuge des Streifen-Taunus vom Band. pm