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Großes Gerät ist angerückt. Die Suche nach dem kleinen Elias dauert an. Auch die Bürgerinitiative ist dabei, aber nicht mehr so intensiv.
Großes Gerät ist angerückt. Die Suche nach dem kleinen Elias dauert an. Auch die Bürgerinitiative ist dabei, aber nicht mehr so intensiv. © Polizeidirektion West
18.07.2015

Suche nach Elias geht weiter - Bundeswehr-Technik eingesetzt

Potsdam. Bei der Suche nach dem kleinen Elias aus Potsdam ist nun auch ein schwerer Bagger der Bundeswehr eingesetzt worden. Er baggerte am Samstag das Ufer am Flüsschen Nuthe aus. Suchhunde untersuchten das Erdreich. «Gefunden wurde leider nichts», sagte ein Polizeisprecher. Die Bürgerinitiative «Suche Elias» verteilte erneut Faltblätter mit Angaben zu dem seit 8. Juli verschwundenen Jungen. «Unsere Möglichkeiten sind ausgeschöpft», sagte eine Sprecherin und verwies auf eine Erklärung im Internet (www.suche-elias.de).

Die Suche konzentriert sich derzeit auf das Flüsschen, da dort Spürhunde an einer Stelle mehrfach angeschlagen hatten. Mit dem 18 Tonnen schweren Bagger der Bundeswehr - dreimal größer als das bisherige Gerät des Technischen Hilfswerks - wurde an der Nuthe gearbeitet, wie es in einer Mitteilung der Polizei hieß.

Brandenburger Bereitschaftspolizisten unterstützten die Arbeiten. Parallel dazu durchkämmten Beamte ein Waldstück an einer Bahnlinie. Polizisten seien an einer mobilen Wache rund um die Uhr ansprechbar. Bei der Polizei gingen seit dem Verschwinden von Elias fast 600 Hinweise ein.

Die Bürgerinitiative berichtete, sie habe etwa 80 Prozent des Potsdamer Stadtgebietes und angrenzendes Terrain abgesucht. Hinweise seien sofort der Polizei gemeldet worden oder Informanten an die von der Behörde eingerichtete Rufnummer verwiesen worden. Die Initiative habe sich selbst mit Informationen zurückgehalten: «Die Arbeit der Ermittlungsbehörden sollte auf keinen Fall beeinträchtigt werden.» Im Vordergrund des Engagements, das von Firmen, Vereinen und Privatleuten unterstützt wurde, stand ein Ziel: «Elias zu finden.»

Am Mittwoch sei dem Organisationsteam von den Behörden nahegelegt worden, das Lager am Bürgerhaus aufzulösen und das Suchen einzustellen. Die Initiative sei gezwungen, diesem Druck nachzugeben und reduziere die Maßnahmen, heißt es in der Erklärung. «Das Schreckliche für uns alle ist, dass das Schicksal des kleinen Elias nach wie vor im Ungewissen bleibt. Unsere unermüdliche Suche hatte bisher keinen Erfolg.» In Gedanken seien die Helfer bei Elias und seiner Familie.