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17.01.2013

Tagesmütter sollen Kinder gezwungen haben, Erbrochenes zu essen

Magdeburg (dpa) - Sie sollen Kinder gezwungen haben, Erbrochenes zu essen: Gegen zwei Tagesmütter aus Magdeburg hat die Staatsanwaltschaft Magdeburg Anklage erhoben.

Den Frauen wird unter anderem Misshandlung von Schutzbefohlenen und Körperverletzung vorgeworfen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Zuvor hatte die «Magdeburger Volksstimme» darüber berichtet. Ein Prozesstermin stehe noch nicht fest, sagte ein Sprecher des Landgerichts in Magdeburg. Die Kammer prüfe noch die Eröffnung der Hauptverhandlung.

Medienberichten zufolge sollen die 28 und 52 Jahre alten Frauen unter anderem Kleinkinder gezwungen haben, Erbrochenes zu essen. Zudem sollen sie ihren Schützlingen nasse Windeln ins Gesicht gedrückt haben. Zu den Vorwürfen wollte sich der Gerichtssprecher nicht äußern. Bei den beiden Frauen soll es sich um Mutter und Tochter handeln. Junge Frauen, die als Aushilfen für die Tagesmütter gearbeitet haben, sollen die Ermittlungen ins Rollen gebracht haben.