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Verhandlungspartner: Verdi-Chef Frank Bsirske (l.) und Matthias Kollatz (SPD), der Berliner Finanzsenator. Fotzo: Bernd
Verhandlungspartner: Verdi-Chef Frank Bsirske (l.) und Matthias Kollatz (SPD), der Berliner Finanzsenator. Fotzo: Bernd Settnik Foto: Bernd Settnik
01.03.2019

Tarifverhandlungen für öffentlichen Dienst gehen weiter

Potsdam (dpa) - Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder werden heute in Potsdam fortgesetzt. Zum Auftakt der wohl entscheidenden Verhandlungsrunde hatte es am Donnerstag noch keine Annäherungen zwischen den Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) gegeben.Den größten Raum nahm zunächst die Verständigung auf einen Verhandlungsfahrplan bis zum Wochenende ein, wie es hieß.

Ein Durchbruch am Samstag oder Sonntag ist laut den Beteiligten ebenso möglich wie ein Scheitern der Verhandlungen. Dann wären Streiks die Folge. Bereits vor der laufenden dritten Verhandlungsrunde hatten die Beschäftigten mit umfangreichen Warnstreiks Druck auf die Länder-Arbeitgeber gemacht.

Die Gewerkschaften fordern für die rund eine Million Tarifbeschäftigten der Länder unter anderem sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Der Abschluss soll zudem auf rund 2,3 Millionen Beamte und Versorgungsempfänger übertragen werden. Hessen ist an den Verhandlungen nicht beteiligt.

Verdi-Chef Frank Bsirske schloss am Donnerstag am Verhandlungsort in Potsdam weder aus, dass eine weitere Verhandlungsrunde nötig würde, noch, dass die Gespräche scheitern. «Auch das ist möglich, und dann stehen wir natürlich vor einer deutlichen Eskalation des gesamten Tarifkonflikts», sagte er.

Der Verhandlungsführer der Länder, Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD), sagte: «Wir gehen von der Arbeitgeberseite aus mit dem Ziel hinein in diesen mehrtägigen Verhandlungen, ein Paket zu schnüren, zu einem Ergebnis zu kommen.»

Neben der geforderten Gehaltssteigerung geht es wesentlich auch um eine Neugestaltung der Entgeltordnung, also die Zuordnung einzelner Tätigkeiten zu den Entgeltgruppen, sowie um spezielle Verbesserungen für die Krankenpflege.

helmut
01.03.2019
Tarifverhandlungen für öffentlichen Dienst gehen weiter

Voraussage: Einigung bei 5,8% für 2 Jahre. Dann eine Einmalzahlung für Tariffreie Monate. Das rechnet sich für dieses Jahr bei den unteren Einkommen prozentual etwas höher. Dazu noch einen Mindestbetrag von 100 €, der für die erste Rate von 3% Erhöhung dem Volk verkauft wird aber für die gesamte Erhöhung gilt. Der Vorteil fängt dann ab 1600 € Brutto an. Das schaukelt sich bereits seit einigen Jahren so durch. Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter. Der ...... mehr...

Xeno
01.03.2019
Tarifverhandlungen für öffentlichen Dienst gehen weiter

Kapieren tut das jeder. Oder sagen wir, fast jeder. Aber wenn man doch selber davon profitiert, will man das nicht hören. Das gilt für alle Lebensbereiche. So ist der Mensch gestrickt. Dieses System wird uns deshalb erhalten bleiben. Bis zum Sankt-Nimmerleinstag…. oder bis zum großen Knall. Also, Sankt-Nimmerlein wäre mir dann doch lieber. :cool:... mehr...