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Unter dem Motto "Bündnis Potsdam! bekennt Farbe" haben sich zahlreiche Gruppierungen versammelt, um gemeinsam für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander zu demonstrieren. Anlass ist der Aufmarsch einer rechtsextremen NPD-Gruppe in der Landeshauptstadt.
Unter dem Motto "Bündnis Potsdam! bekennt Farbe" haben sich zahlreiche Gruppierungen versammelt, um gemeinsam für Toleranz, Gewaltfreiheit und ein friedliches Miteinander zu demonstrieren. Anlass ist der Aufmarsch einer rechtsextremen NPD-Gruppe in der Landeshauptstadt. © dpa
16.09.2012

Tausende Potsdamer verhindern NPD-Aufmarsch

Gewaltfrei und mit viel Fantasie haben tausende Menschen in Potsdam einen geplanten Aufmarsch der rechtsextremen NPD durch die Stadt verhindert. Aufgrund zahlreicher Gegenveranstaltungen konnten die Rechtsextremen am Samstag nicht ihren Zug durch die Stadt antreten und erklärten nach Stunden selbst, die Versammlung sei aufgelöst, sagte Polizeisprecher Rudi Sonntag.

Rund 1500 Polizisten und weitere Beamte aus mehreren Bundesländern waren am Samstag im Einsatz. Mehr als 3000 Menschen feierten nach Veranstalterangaben ein Fest für Toleranz. Die Aktionen verliefen alle friedlich und ohne Zwischenfälle. Attraktion war eine riesige aufblasbare Quietsche-Ente mit der Aufschrift «In Eurem braunen Sumpf gehe ich nicht plantschen».

Der Verlauf der Proteste habe das Vorgehen der Polizei bestätigt, sagte Polizeiführer Hans-Jürgen Mörke. Man habe auf Deeskalation gesetzt. Gleichzeitig sei mit dem starken Polizeiaufgebot gezeigt worden, dass keinerlei Straftaten geduldet werden.

Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) betonte, man müsse deutlich machen, dass Neonazis in den Städten und Gemeinden unerwünscht seien. «Bisher ist es Nazis nicht gelungen, in der Stadt Fuß zu fassen», sagte Jakobs. Das solle auch künftig so bleiben. Er wäre froh, wenn die NPD endlich verboten werde.