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Umgeben von sprießendem Grün sitzt diese Frau in einem Park und genießt die hochsommerlichen Temperaturen. Foto: Jana Ba
Umgeben von sprießendem Grün sitzt diese Frau in einem Park und genießt die hochsommerlichen Temperaturen. Foto: Jana Bauch
28.07.2018

Temperaturen bleiben noch mindestens eine Woche hoch

Offenbach (dpa) - Hitzegeplagten bleibt die heiß ersehnte Abkühlung weiterhin weitgehend verwehrt. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, brachte eine Kaltfront des Tiefs «Juli» zwar am Samstag örtlich mit Wolken und Gewitter und kurzzeitig etwas kühlere Temperaturen.So kam es etwa in Niedersachsen am Samstag zu Unwettern mit heftigem Regen und Hagel. Das für die hochsommerlichen Verhältnisse recht mächtige Tiefdruckgebiet selbst zieht aber laut DWD nicht über Europa hinweg und verharrt über der Nordsee.

«Daher macht sich bereits am morgigen Sonntag rasch wieder Hochdruckeinfluss breit, die Sonne kann erneut kräftig einheizen und die Temperaturen wieder auf Werte um 30 Grad treiben», sagte DWD-Meteorologe Thomas Ruppert. Am Montag würden teilweise wieder Temperaturen um die 35 Grad erreicht, dazu werde es schwül. Auch bis zur Wochenmitte bleibt es demnach warm bis heiß.

Am Dienstag müssen sich die Menschen im Nordwesten auf Gewitter mit Starkregen einstellen. Auch im weiteren Verlauf der Woche und am Wochenende kann es bei örtlicher Bewölkung immer wieder Gewitter oder auch nur etwas Regen geben. Die Höchstwerte liegen ab Mittwoch bis zum darauffolgenden Montag bei um die 31 Grad, im Norden ist es generell etwas kühler, wie der DWD berichtet.

Die gegenwärtige Hitzewelle ist für die Klimaforscher der Münchener Rückversicherung keine direkte Folge des Klimawandels. «Zunächst einmal ist das ein außergewöhnlicher Witterungsverlauf», sagte Forschungsleiter Eberhard Faust. Allerdings hätten sommerliche Hitzerekorde in Europa über die letzten Jahrzehnte hinweg mehr zugenommen, als ohne langfristigen Klimawandel zu erwarten wäre.

Den Mücken schmeckt der derzeitige Hochsommer nicht so recht. Wegen der andauernden Trockenheit sind nach Einschätzung von Fachleuten in diesem Jahr deutlich weniger Plagegeister in Deutschland unterwegs. «Im Moment gibt es so gut wie keine Mücken», sagte der Biologe Dirk Reichle dem «Südkurier» (Samstag). Nach zahlreichen Niederschlägen zum Jahresstart hatten Experten zuerst eine mückenreiche Saison erwartet. Reichle betonte nun: «Dieses Jahr bleibt voraussichtlich eher mückenarm.»