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PZ-Chefredakteur Magnus Schlecht
PZ-Chefredakteur Magnus Schlecht © Ketterl
24.05.2017

Terroranschlag von Manchester: Was kommt als Nächstes? - Ein Kommentar von Magnus Schlecht

Tote und Verletzte bei einem Popkonzert in Manchester - der Terroranschlag wirft erneut Fragen nach unserer Sicherheit auf. Ein Kommentar von PZ-Chefredakteur Magnus Schlecht.

Feiglinge sind es, die so etwas tun. Feiglinge, die in ihrer islamistisch motivierten Perversion ganz bewusst Kinder und Jugendliche ins Visier nehmen. Feiglinge, die zumindest teilweise immer mehr Macht über uns gewinnen. Sie treffen die westlichen Gesellschaften ins Mark – dort, wo der westliche Lebensstil gelebt und gefeiert wird, dort also, wo es besonders schmerzt. Das war in Paris genauso wie in Berlin und Stockholm. Manchester reiht sich in diese perfiden Anschlagsziele ein. Was kommt als Nächstes?

Ist es der Kirchentag in Berlin und Wittenberg, das DFB-Pokalfinale am Samstag oder eine Vatertagshocketse irgendwo in Deutschland? Wir wissen es nicht. Was wir aber wissen, ist, dass unser Sicherheitsgefühl immer mehr Schaden nimmt und wir unsere Definition von Freiheit immer mehr auf den Prüfstand stellen müssen. Schnell werden wir dabei feststellen, dass beispielsweise Einlasskontrollen und Anti-Terrormaßnahmen bei Großereignissen, wo eigentlich höchste Alarmbereitschaft herrschen sollte, nach wie vor viel zu lax sind.

Mehr Kontrollen, bedeuten mehr Sicherheit. Überall dort, wo wir die Sicherheitslage maßgeblich beeinflussen und verbessern können, müssen wir es tun. Koste es, was es wolle. Das jedoch setzt voraus, dass unsere Sicherheitsbehörden ordentlich funktionieren. Der Fall Amri hat aber auf erschreckende Weise genau das Gegenteil bewiesen und das Vertrauen in unsere Polizeiapparate erschüttert.

Zweifellos ist auch noch etwas ganz anderes notwendig, um dieser Art von Terror vielleicht sogar nachhaltig zu begegnen: der Protest, um nicht zu sagen, der demonstrative Aufstand der friedliebenden Muslime. Wie lange wollen sie es noch zulassen, dass ihre Religion missbraucht wird? Wenn Anschläge wie in Manchester wirklich nichts mit dem Islam zu tun haben, dann braucht es endlich ein unmissverständliches Bekenntnis der islamischen Welt zu unverbrüchlichen Grundwerten der Freiheit und Toleranz.

Ihre Meinung zum Kommentarschreiben Sie an magnus.schlecht@pz-news.de