nach oben
Teuerste Scheidung? Russischer Oligarch muss Milliarden zahlen.
Teuerste Scheidung? Russischer Oligarch muss Milliarden zahlen © dpa
20.05.2014

Teuerste Scheidung? Russischer Oligarch muss Milliarden zahlen

Berlusconi-Scheidung: Günstig. Abramowitsch: Ein Klacks. Der russische Oligarch Ribolowlew muss für seine Exfrau so tief in die Tasche greifen wie wohl kein anderer. Die umgerechnet 3,3 Milliarden Euro will er aber nicht zahlen.

Es dürfte die teuerste Scheidung der Welt sein: Der russische Oligarch Dmitri Ribolowlew muss laut einem Schweizer Gerichtsurteil seiner Exfrau Elena vier Milliarden Franken (rund 3,3 Milliarden Euro) zahlen. Dies bestätigte ein Sprecher der Genfer Justiz am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Der Anwalt von Elena Ribolowlewa, Marc Bonnant, sprach von der «teuersten Scheidung in der Geschichte». Neben dem Geld soll die Exfrau auch Immobilien sowie edle Möbelstücke erhalten.

Der russische «Düngerkönig» will die Summe aber nicht zahlen. Er ließ mitteilen, das Urteil anfechten zu wollen. Ribolowlew werde in Berufung gehen, erklärte seine Anwältin Tetiana Bersheda der dpa.

Nach einem Bericht des US-Magazins «Forbes» ist der zweifache Vater 8,8 Milliarden Dollar schwer. Ende 2011 hatte Ribolowlew den Fußballclub AS Monaco übernommen. Das Paar hatte laut Gerichtsunterlagen 1987 geheiratet. Das Scheidungsverfahren wurde kurz vor Weihnachten 2008 eingeleitet.

Sollte der aktuelle Richterspruch Bestand haben, dürfte ihm ein Platz in den Geschichtsbüchern sicher sein. Immerhin fielen die Scheidungen anderer vermögender Männer lange nicht so kostspielig aus wie im Fall Ribolowlew.

Der russische Milliardär Roman Abramowitsch soll 2007 seiner ehemaligen Frau Irina laut der Moskauer Tageszeitung «Wedomosti» 300 Millionen Dollar gezahlt haben, plus Alimente für die fünf gemeinsamen Kinder. Noch verhandelt wird derzeit der Unterhalt für Veronica Lario, Ex-Frau des früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Ein bisher nicht gültiger Richterspruch sieht 1,4 Millionen Euro vor - monatlich, wohlgemerkt.