nach oben
02.10.2014

Töchter in Badewanne ertränkt: Mutter muss nicht in Psychiatrie

Aschaffenburg. Eine Frau aus Aschaffenburg soll im Wahn ihre zwei kleinen Töchter in der Badewanne ertränkt haben. Sie muss nun vorerst nicht in die forensische Psychiatrie.

Das Landgericht Aschaffenburg habe die psychiatrische Unterbringung zwar angeordnet, unter Auflagen aber zur Bewährung ausgesetzt, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte. Die Frau wurde für fünf Jahre der Aufsicht eines Bewährungshelfers unterstellt.

Die Frau leidet einem Gutachter zufolge an einer schizophrenen Psychose. Sie habe in der Wahnvorstellung, ihre Kinder würden missbraucht, diese im Februar 2013 im Zustand der Schuldunfähigkeit getötet, sagte der Vorsitzende Richter. Die Kammer wertete die Taten als Totschlag und nicht als Mord. Das Gericht stufte die Frau als weiterhin gefährlich für die Allgemeinheit ein.