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15.12.2016

Tödliche Gewalt in Kliniken und Arztpraxen

Marburg (dpa) - Auch Kliniken und Arztpraxen bleiben von blutiger Gewalt mitunter nicht verschont. In der Regel sind es Patienten, die aus Rache oder Verzweiflung mit der Waffe auf Mediziner losgehen.Juli 2016: In einer Berliner Klinik erschießt ein Rentner einen Kieferorthopäden. Trotz Notoperation ist der 55 Jahre alte Spezialist für Tumorerkrankungen nicht mehr zu retten. Vermutlich handelte der Schütze, der sich nach der Tat das Leben nahm, aus Verzweiflung.

März 2015: In einer Saarbrücker Praxis tötet ein 44-Jähriger seine langjährige Psychiaterin mit acht Schüssen. Der psychisch kranke Mann hatte am Tattag seine Medikamente nicht eingenommen. Er wurde in eine Psychiatrie eingewiesen.

März 2012: Ein Rentner erschießt zwei Ärzte in deren Praxis in Weilerbach (Rheinland-Pfalz). Auf der Flucht schießt der 78-Jährige einen Polizisten an und tötet sich dann selbst. Laut Staatsanwaltschaft war der Mann psychisch gestört.

März 2011: Mit einem Messer geht ein 65-Jähriger in Weilheim (Bayern) auf eine Krankenhaus-Ärztin los und ersticht die zweifache Mutter. Er habe sich falsch behandelt gefühlt, sagte der Täter bei der Vernehmung. Sieben Monate später begeht er Suizid.

September 2010: Eine Rechtsanwältin und frühere Sportschützin erschießt in Lörrach (Baden-Württemberg) ihren Sohn und ihren Mann sowie einen Pfleger im örtlichen Krankenhaus, bevor Polizisten die Frau erschießen.