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Ein Mann liegt im Ortsteil Kolmbach von Lindenfels (Hessen) im Odenwald tot auf der Straße, nachdem er bei einem Polizeieinsatz erschossen wurde.
Ein Mann liegt im Ortsteil Kolmbach von Lindenfels (Hessen) im Odenwald tot auf der Straße, nachdem er bei einem Polizeieinsatz erschossen wurde. © dpa
10.12.2012

Tödlicher Polizeieinsatz nach Amokdrohung: Mann hatte keine scharfe Waffe

Lindenfels. Der Mann, der vergangene Woche von der Polizei in Südhessen erschossen wurde, hatte keine scharfe Waffe bei sich. «Es war eine Schreckschusspistole», sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt, Sebastian Zwiebel, am Montag.

Ein Polizist hatte den 31-Jährigen am Freitag in Lindenfels-Kolmbach mit einem Schuss im Oberkörper getroffen, nachdem der Mann mit einem Amoklauf gedroht und seinen Selbstmord ankündigt hatte.

Der wegen einer Krankheit offenbar lebensmüde Mann hatte sich zuvor bei Beamten telefonisch mehrmals gemeldet und angegeben, eine Neun-Millimeter-Schusswaffe zu besitzen. Außerdem habe er angedroht, er wolle sich «umbringen und andere mitnehmen». Als die Einsatzkräfte im Lindenfelser Ortsteil Kolmbach eintrafen, soll der Mann sie bedroht haben. Zunächst kam es nach Darstellung der Beamten zu einer verbalen Auseinandersetzung. Der Mann sei sehr erregt gewesen und habe die Waffe in der Hand gehalten.

Parallel zu den Anrufen des Mannes habe sich auch eine Frau bei der Polizei gemeldet und gesagt, ihr Freund sei krank. Er besitze eine scharfe Waffe und drehe durch. Die genauen Umstände und Hintergründe seien aber noch nicht klar, sagte Zwiebel. dpa