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Bei Michendorf ist auf der A115/Berliner Ring A10 eine Unfall aus der Luft zu sehen, in den ein bereits abtransportierter Gefahrgut-Transporter verwickelt war. Bei dem schweren Unfall kam ein Lastwagenfahrer ums Leben. Es bestand Explosionsgefahr.
Bei Michendorf ist auf der A115/Berliner Ring A10 eine Unfall aus der Luft zu sehen, in den ein bereits abtransportierter Gefahrgut-Transporter verwickelt war. Bei dem schweren Unfall kam ein Lastwagenfahrer ums Leben. Es bestand Explosionsgefahr. © dpa
16.09.2014

Tödlicher Unfall mit Explosionsgefahr blockiert Berliner Ring

Michendorf. Ein Gefahrgut-Unfall mit Explosionsgefahr und einem Toten hat am Montag stundenlang eine Autobahn bei Berlin blockiert. Ein Lastwagenfahrer war auf dem südlichen Berliner Ring bei Michendorf ums Leben gekommen, als er an einem Stauende mit seinem Fahrzeug auf einen litauischen Tanklastzug auffuhr. Wie die Polizei mitteilte, drohte die Ladung zeitweise zu explodieren.

Es waren 50 Liter gefährliche Flüssigkeit ausgelaufen. Der litauische Laster mit mehreren Tausend Litern der explosiven Flüssigkeit hatte laut Polizei an einem Stauende am Autobahndreieck Nuthetal gestoppt. Ein nachfolgender Lastwagenfahrer sei nahezu ungebremst in die Fuhre gekracht. Die Identität des Toten war zunächst unklar. Der 55-jährige Fahrer des litauischen Tanklasters kam verletzt in ein Krankenhaus.

Spezialkräften der Feuerwehr gelang es, ein Leck des Tankers provisorisch zu verschließen und ihn auf einen Autobahn-Rastplatz zu schleppen. Dort sollten die 30.000 Liter der Chemikalie Ethylacetat, einer Verbindung aus Essigsäure und Ethanol, abgepumpt werden. Nach Polizeiangaben ist diese in Kontakt mit Luftsauerstoff hochexplosiv und wirkt zudem beim Einatmen betäubend.

Wegen Explosionsgefahr und Bergungsarbeiten wurde das Autobahndreieck Nuthetal stundenlang voll gesperrt. Es kam zu kilometerlangen Staus. Mehr als 100 Beamte sicherten die Unfallstelle auf der A10 ab. Die Bergungsarbeiten sollten bis in den späten Montagabend dauern. Den Sachschaden schätzte die Polizei auf mehr als 100.000 Euro.