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23.10.2009

Tokio Hotel - "Humanoid"

Tokio Hotel sind der deutsche Exportschlager. Keine andere Band polarisiert hierzulande so wie die vier Magdeburger: Entweder werden sie abgöttisch geliebt, vor allem von einem jungen Publikum, oder ignoriert und gehasst. Geschadet hat dies alles nicht, denn gerade präsentieren die nun jungen Männer schon ihr drittes Album ''Humanoid''.

Das Quartett scheint sich weiterentwickelt zu haben. Nur in welche Richtung, ist noch nicht klar definiert. Damit die Songs einschlagen, haben sie Guy Chambers, den Songwriter von Robby Williams, mit ins Boot geholt.

Doch teilweise klingen die Songs schwach arrangiert, und stimmlich gerät Sänger Bill Kaulitz zuweilen etwas in Schieflage. Lediglich das Stück ''Hunde'' hat echten Ohrwurmcharakter. Die Scheibe lässt sich gut durchhören, aber auffällige Höhepunkte sind Mangelware.

Das Album erscheint zeitgleich in zwei Versionen - auf Deutsch und Englisch. Um international mithalten zu können wurden Tracks wie ''Hey du'' aufgenommen, die stark an Linkin Park angelehnt sind. International mithalten kann das Album "Humanoid", weil es stark dem poppig-rockigen Mainstream folgt. Schade nur, dass die vier Jungs jetzt so glattgebügelt klingen und sich nicht mehr von der breiten Masse abheben.