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Das Symbolbild zeigt tote Hühner auf einer mazedonischen Hühnerfarm.
Totgeweihte Hühner führen zu Fliegenplage © dpa
17.11.2010

Totgeweihte Hühner führen zu Fliegenplage

KINGERSHEIM/ELSASS. Das Federvieh stirbt in Massen und die herumliegenden Kadaver haben den Nachbarn eine unerträgliche Fliegenplage beschert. Seit Monaten werden die 140 000 Hühner der größten Zucht im Oberelsass nicht mehr gefüttert. In der Halle am Rand von Kingersheim bei Mülhausen häuft sich der Hühnermist. Die Betreiber der Hühnerzucht sind nach Angaben der Präfektur in Colmar vom Mittwoch zahlungsunfähig. Nach Mahnungen hätten sie bis Oktober den sich anhäufenden Hühnermist - 50 Tonnen pro Woche - entsorgt. Doch dann sei ihnen das Geld ausgegangen.  

Eine Regelung für den Abtransport und die Schlachtung des Federviehs sei in Arbeit, hieß es. Bis Weihnachten sollen alle Hühner geschlachtet werden und der Alptraum für die Anwohner beendet sein. In vier Monaten, so verspricht die Behörde, soll die Anlage geschlossen werden. Den Anwohnern ist schon längst der Geduldsfaden gerissen. Sie haben eine Vereinigung gegründet, um die Behörden zu schnellerer Handlung zu drängen.