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06.08.2008

Trotz Insolvenz: SinnLeffers in Pforzheim besteht vorerst weiter

Die Warenhauskette SinnLeffers will am Donnerstag ein so genanntes Insolvenzplanverfahren beantragen. Das geht aus den zu einer Pressekonferenz vorgelegten Unterlagen hervor. Ziel sei eine dauerhafte Sanierung des Unternehmens. Für den Standort Pforzheim bedeutet dies dasselbe wie für alle 46 weiteren Filialen in Deutschland, dass der Geschäftsbetrieb zunächst fortgesetzt wird.

Auch die Gehälter der rund 4000 Mitarbeiter seien bis Oktober 2008 gesichert. Zu einem möglichen Personalabbau machte das Unternehmen zunächst keine Angaben. In Pforzheim beschäftigt SinnLeffers derzeit 32 Mitarbeiter (ohne Auszubildende).

Die Warenhauskette leide insbesondere unter den hohen Mietkosten vieler Standorte, so Pressesprecher Detlev Samland (Hagen) auf Anfrage der „Pforzheimer Zeitung“. Dazu gehöre auch Pforzheim.
SinnLeffers, Ex-KarstadtQuelle-Tochter, ist einer der größten Textilfilialisten Deutschlands. Die Hagener Bekleidungskette entstand 1997 aus der Fusion der Unternehmen Sinn und Leffers. Im Geschäftsjahr 2006/2007 erwirtschaftete das Unternehmen nach früheren Angaben noch einen Umsatz von rund 447 Millionen Euro.