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19.05.2009

TuS Ellmendingen hat einen neuen Trainer

Auf der Suche nach einem neuen Trainer scheint TuS Ellmendingen fündig geworden zu sein. Der auf Platz drei abgerutschte FSV Eisingen schreibt den Relegationsplatz noch nicht ab und so schnell wie möglich will der SV Königsbach wieder in die Kreisliga.

Gut erholt zeigte sich der Spitzenreiter der Kreisklasse A 2 Pforzheim, TuS Ellmendingen, in den letzten beiden Spielen nach dem Rücktritt von Trainer Thomas Guthmann. 3:1 gegen Tiefenbronn, 2:0 gegen Pfinzweiler. Der TSV Weiler schwächelte zuletzt, so hängt nur noch der 1. FC Unterreichenbach am Ellmendinger Rockzipfel. Der TuS ist auf Kurs Richtung Kreisliga, wenn auch ohne Trainer bis zum Rundenende. Doch der neue Trainer steht angeblich schon in den Startlöchern. Nach PZ-Informationen soll Peter Sieben in der kommenden Runde das Kommando im Winzerort übernehmen. „Es stimmt. Er ist ein heißer Kandidat“, gibt Helmut Mornhinweg auf Anfrage der PZ zu. Mit dem derzeitigen Trainer des Liga-Konkurrenten TSV Schwarzenberg habe es Gespräche gegeben, so der Ellmendinger Interimscoach und Mitglied im Spielausschuss. „Die Entscheidung spitzt sich zu.“

„Es steht noch nichts fest“, sagt Sieben, bestätigt aber den Kontakt zum TuS. Klar ist: Sieben hat beim TSV Schwarzenberg seinen Rücktritt zum Saisonende erklärt. „Fünf Jahre sind genug“, meint der gelernte Torhüter. Und die waren erfolgreich. Den TSV übernahm der heute 37-Jährige in der B-Liga und führte ihn vor zwei Jahren in die A-Klasse. Zunächst stand er noch selbst im Tor, mittlerweile coacht er nur von der Außenlinie. Als Spieler war Sieben acht Jahre beim 1. FC Calmbach, danach führte sein Weg über die Spvgg Coschwa und den FV Bad Wildbad zum SV Huchenfeld. Der TSV Schwarzenberg war sein erste Trainerstation. „Wir sind mit seiner Arbeit sehr zufrieden. Er verlässt uns auf eigenen Wunsch“, sagt Achim Renner, Erster Vorsitzender beim TSV.
Wie kam nun der Kontakt mit Ellmendingen zustande? „Man kennt sich“, erklärt Mornhinweg, der sich gestern Abend mit den Clubverantwortlichen noch einmal zu einem Gespräch zurückzog.
Es sieht fast danach aus, als würden sich der Verein und Peter Sieben künftig noch besser kennenlernen.

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Noch gar nicht solange dauert die Zusammenarbeit zwischen Thomas Scherer und dem SV Königsbach. Seit zwei Jahren trainiert der 38-Jährige den Sportverein, stieg im vergangenen Jahr in die Kreisliga ab und kämpft nun in der Kreisklasse A 1 gegen den Abstieg.
„Wir haben vor der Runde mit vielen neuen Gesichtern einen Neuanfang gestartet“, findet Scherer eine Erklärung für die verkorkste Saison. „Das war nicht unbedingt leicht.“

Königsbach wollte unter die ersten Fünf, derzeit steht man mit 31 Zählern auf Platz elf. „Wir brauchen noch einen Sieg, dann sind wir durch“, rechnet Scherer vor, der auch in der kommenden Spielzeit das Zepter in Königsbach schwingen wird. Seine Fühler nach erfahrenen Spielern hat der ehemalige Stürmer des TSV Reichenbach schon bei seinem Ex-Club ausgestreckt – mit Erfolg. So wird nächste Saison der 28-jährige Ragip Kuday das Mittelfeld beim Sportverein verstärken. Da sich Scherer vor allem in der Karlsruher Fußballszene gut auskennt, will er sich dort noch weiter nach Verstärkungen umschauen. Vier, fünf neue Spieler sind im Gespräch. Darunter auch Coskun Avci, Stürmer des SV Langensteinbach.

Derweil rechnet Scherer mit zwei, drei Abgängen nach der Saison. Sicher ist bereits der Wechsel von Vasco Ramos (VfR Pforzheim), ein Fragezeichen steht dagegen noch hinter Mittelfeld-Ass Jerôme Nell. Außerdem will Raphael Lisowski (32) etwas kürzer treten.
„Wir werden nächstes Jahr trotzdem eine starke Truppe beisammen haben“, weiß der Königsbacher Coach und peilt ein großes Ziel an: „Zum 100-jährigen Vereinsjubiläum in zwei Jahren wollen wir wieder in der Kreisliga spielen.“

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Dorthin will auch der FSV Eisingen. Nach der jüngsten 0:1-Niederlage im hochklassigen Spitzenspiel gegen Tabellenführer FV Öschelbronn findet sich die Mannschaft von Trainer Volker Müller allerdings auf Rang drei wieder. Der 1. FC Nußbaum ist vorbeigezogen. Platzt jetzt gar der Aufstiegstraum nach einer tollen Runde?

„Wir sind nach wie vor motiviert und geben nicht auf“, meint Jürgen Schmelcher. Der Eisinger Spielleiter hat weiterhin den Relegationsplatz im Visier. „Wir müssen nur neun Punkte aus den letzten drei Spielen holen und Nußbaum einmal patzen.“

Auf Eisingen wartet der FV Knittlingen, SG Ölbronn-Dürrn und die Sportfreunde Mühlacker. Drei Siege in Folge – für den FSV eigentlich kein Problem. Vor der Niederlage in Öschelbronn ging die Mannschaft um Kapitän Patrick Rygiel in zehn Spielen achtmal als Sieger vom Platz und teilte sich zweimal die Punkte. Die Entwicklung beim FSV Eisingen stimmt. Wie kommt's? „Wir haben viele ehemalige Eisinger Spieler, die im Fußballkreis verstreut waren, wieder zurückgeholt. Die Chemie in der Mannschaft passt. Alle haben Spaß“, so Schmelcher, der auf eines besonders stolz ist: „In dieser Runde kamen bisher 32 Spieler zum Einsatz, 28 davon waren gebürtige Eisinger.“ Und das soll auch in Zukunft so sein. Die Leistungsträger Rygiel und René Dörfler haben für die neue Runde schon zugesagt. Weiterhin auf Torejagd werden auch die beiden Goalgetter Dennis Friedrich und Philipp Bröning gehen.

Die Vorfreude auf die Kreisliga ist beim FSV da. Und nächstes Jahr zum 100-jährigen Jubiläum soll dann auch das neue Rasenfeld und ein weiterer kleiner Rasenbolzplatz eingeweiht werden.