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Nordkoreas Militär bereitet den Abschuss von Mittelstreckenraketen vor, die auch US-Stützpunkte erreichen könnten. Die Regierung in Pjöngjang warnt vor Gefahren für Diplomaten im Land. Unterdessen ziehen Washington und Tokio die Verlegung einer Aufklärungsdrohne nach Japan in Betracht.
Kim © dpa
06.04.2013

USA prüfen Verlegung von Aufklärungsdrohne nach Japan

Tokio (dpa) - Vor dem Hintergrund des eskalierenden Konflikts auf der koreanischen Halbinsel ziehen Washington und Tokio die Verlegung einer Aufklärungsdrohne nach Japan in Betracht.

Das berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag unter Berufung auf Quellen in beiden Ländern. Die «Global Hawk»-Drohne ist ein unbemanntes Aufklärungsflugzeug, das in großer Höhe operieren kann. Die Drohne solle auf einer US-Militärbasis in Japan stationiert werden.

Die USA schließen unterdessen einen erneuten Raketenstart Nordkoreas nicht aus. Die Regierung verfolge Berichte über entsprechende Vorbereitungen in Nordkorea sehr genau. «Wir wären nicht überrascht, wenn wir eine solche Aktion sehen würden», sagte Regierungssprecher Jay Carney am Freitag vor Journalisten in Washington. Ein solcher Schritt würde zur derzeitigen kriegerischen Rhetorik des kommunistischen Regimes passen.

Man arbeite eng mit China und Russland zusammen, um auf Nordkorea Einfluss zu nehmen, fügte Carney hinzu. Das kommunistische Regime solle seinen internationalen Verpflichtungen nachkommen. Nordkorea droht den USA seit Tagen mit einem Atomschlag.