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Einsatzkräfte der Polizei suchen am 01.03.2017 einen Tatort an der Bundesstraße 168 in Oegeln im Landkreis Oder-Spree (Brandenburg) nach Spuren ab. Hier hatte ein Mann am 28.02.2017 bei der Flucht von einem Tatort in Müllrose zwei Polizisten überfahren und getötet.
Einsatzkräfte der Polizei suchen am 01.03.2017 einen Tatort an der Bundesstraße 168 in Oegeln im Landkreis Oder-Spree (Brandenburg) nach Spuren ab. Hier hatte ein Mann am 28.02.2017 bei der Flucht von einem Tatort in Müllrose zwei Polizisten überfahren und getötet. © dpa
01.03.2017

Überfahrene Polizisten: Verdächtiger als psychisch krank bekannt

Frankfurt an der Oder (dpa). Der 24-Jährige, der in Brandenburg am Dienstag seine Großmutter getötet und auf der Flucht zwei Polizisten überfahren haben soll, war schon länger als psychisch krank bekannt. Trotz bekannter psychischer Auffälligkeit und bereits begangener Gewalttaten wurde er nicht in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen.

Bereits im November 2016 stand er wegen Raubs, Diebstahls und Fahrens ohne Führerschein vor dem Landgericht in Frankfurt an der Oder. Der Angeklagte wurde wegen einer attestierten psychischen Erkrankung von allen Vorwürfen freigesprochen. Der Antrag der Anklage, ihn in eine geschlossene Psychiatrie einzuweisen, wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Potsdam (dpa). Mit einer Schweigeminute hat der Brandenburger Landtag der beiden Polizisten gedacht, die am Dienstag bei Beeskow in Brandenburg überfahren und getötet wurden. «Fassungslos stehen wir vor dieser Gewalttat. Aus einem ganz normalen Diensttag wurde ein Alptraum», sagte Landtagspräsidentin Britta Stark am Mittwoch. «Die beiden Beamten wurden gezielt überfahren, von einem 24-Jährigen auf der Flucht.» Der Landtag trauere mit den Angehörigen. An einigen Polizeiautos auch außerhalb Brandenburgs war ein Trauerflor zu sehen - in Nordrhein-Westfahlen ordnete der dortige Innenminister dies an.

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