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Polizisten stehen am Montag vor einem Juweliergeschäft in Moers. Ein Juwelier hat dort bei einem Überfall einen der mutmaßlichen Täter erschossen.
Polizisten stehen am Montag vor einem Juweliergeschäft in Moers. Ein Juwelier hat dort bei einem Überfall einen der mutmaßlichen Täter erschossen. © dpa
22.12.2014

Überfall in Moers: Juwelier erschießt einen mutmaßlichen Räuber

Moers/Duisburg. Ein Juwelier hat im nordrhein-westfälischen Moers bei einem Überfall einen von zwei mutmaßlichen Tätern erschossen. Der zweite flüchtete am Montagmorgen.

Nach ihm fahndete die Polizei mit einem Großaufgebot. Die Ermittlungen zu den näheren Umständen des Überfalls liefen auf Hochtouren, sagte ein Polizeisprecher. Dazu gebe es umfangreiche Zeugenvernehmungen.

Der Juwelier hatte den mutmaßlichen Räuber niedergeschossen, als dieser mit seinem Kumpan versucht haben soll, das Geschäft zu überfallen. Wie viele Schüsse abgefeuert wurden, stand noch nicht fest. Ob der andere mutmaßliche Täter getroffen und verletzt wurde, war ebenfalls unklar. Beute machte er demnach nicht. Das Juweliergeschäft liegt außerhalb des Stadtzentrums von Moers.

Nicht minder spektakulär war der Raubüberfall auf das Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe am Samstagvormittag. Dieser belegt nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) einen neuen Trend. „Die Diebe kommen am helllichten Tag, sind professionell und gut organisiert“, sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek am Montag im Inforadio des RBB. Sie beobachteten zur Vorbereitung ihrer Taten Zu- und Ausgänge und sorgten auch dafür, dass Fluchtautos in der Nähe zur Verfügung stünden.

Am Samstagvormittag hatten mitten im Trubel des Weihnachtsgeschäfts vier oder fünf Maskierte einem Sicherheitsmann im KaDeWe Reizgas ins Gesicht gesprüht und Vitrinen mit teurem Schmuck und Uhren zerschlagen. Sie entkamen mit ihrer Beute in einem bereitgestellten Fluchtauto. Der Wert der Beute war zunächst nicht bekannt.

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