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Corvey © dpa
21.06.2014

Unesco-Welterbekomitee ernennt Kloster Corvey zur Welterbestätte

Doha/Höxter. Die Unesco hat das Kloster Corvey im westfälischen Höxter zum Weltkulturerbe ernannt. Das gab die Kulturorganisation der Vereinten Nationen am Samstag in Doha im Golfstaat Katar bekannt. Deutschland hatte die im Jahr 822 gegründete Benediktinerabtei nominiert.

Die Abtei gehörte zum geistigen und religiösen Zentrum des damaligen Frankenreichs. Die Anlage stand seit 1999 auf der Warteliste für Welterbestätten der deutschen Unesco-Kommission. Das unmittelbar an der Weser gelegene Kloster Corvey geht auf eine Gründung Ludwigs des Frommen (778-840) zurück, eines Sohns Karls des Großen, der mit dem Reichskloster den Anspruch über das eroberte Sachsenland festigen wollte.

Außerdem haben Deutschland, Dänemark und die Niederlande die Erweiterung des grenzüberschreitenden Weltnaturerbes Wattenmeer beantragt. Das Gebiet ist bereits seit 2009 auf der Liste.

Zuvor hatte das Unesco-Welterbekomitee bereits das Fabrikgebäude Van Nelle im niederländischen Rotterdam, die Seiden-Fabrik in Tomioka in Japan, die Zitadelle von Arbil im Irak sowie das historische Dschidda in Saudi-Arabien zum Weltkulturerbe bestimmt.

Insgesamt gibt es fast 1000 Welterbestätten, in Deutschland sind es nun 39. Zuletzt war für die Bundesrepublik der Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel aufgenommen worden. Auf der Warteliste stehen unter anderem die Speicherstadt in Hamburg und das Heidelberger Schloss.

Die nächste Tagung des Unesco-Welterbekomitees ist 2015 in Bonn geplant.