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Der schwere Unfall, den eine nackte Geisterfahrerin auf der A73 verursachte, hat nun ein viertes Todesopfer gefordert. Bei dem Zusammenstoß starben die Fahrerin und ihre siebenjährige Tochter noch am Unfallort, ihre vierjährige Tochter erlag jetzt im Krankenhaus den lebensgefährlichen Kopfverletzungen. © dpa
04.10.2012

Unfall mit Geisterfahrerin: zweite Tochter gestorben

Nach dem Unfall einer Geisterfahrerin in Oberfranken ist auch die zweite kleine Tochter der Frau gestorben. Das teilte die Polizei in Bayreuth am Donnerstag mit. Damit hat der Unfall nun das vierte Todesopfer gefordert.

Bildergalerie: Unfall mit Geisterfahrerin - drei Tote, darunter ein Kind

Am Dienstagmorgen war die Mutter mit ihren beiden Kindern im Auto als Falschfahrerin auf der Autobahn A73 unterwegs. Nahe Hirschaid bei Bamberg prallte sie frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Die 31-Jährige, ihre sieben Jahre alte Tochter und der Fahrer des anderen Wagens starben noch an der Unfallstelle. Das vier Jahre alte Mädchen kam in ein Krankenhaus und erlag jetzt seinen Kopfverletzungen.

Warum die Frau nackt am Steuer ihres Wagens saß, ist unklar. «Wir gehen davon aus, dass sich die Frau in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben muss», sagte ein Polizeisprecher in Bayreuth. Es gebe keine Hinweise darauf, dass sie Suizid begehen wollte. Auch über einen möglichen Familienstreit sei nichts bekannt. Die Frau aus Coburg habe getrennt von ihrem Ehemann gelebt. «Die Hintergründe dieser Tragödie zu klären, wird sehr schwierig.»

Ob die Kinder auf den Rücksitzen angeschnallt waren, ist unklar. Der Kleinwagen wurde durch den Zusammenprall so stark zerstört, dass man dies den Angaben zufolge nicht sofort klären konnte.

45 Minuten vor dem Unglück war die Falschfahrerin nach Polizeiangaben in Coburg nackt an einer Tankstelle gesehen worden. Der Tankstellenpächter hatte deswegen die Polizei informiert. Doch als die Streife eintraf, war die Frau schon weitergefahren. Wo genau sie in die falsche Richtung auf die Autobahn fuhr, ist nicht bekannt.

Am Steuer des entgegenkommenden Autos saß ein 25-jähriger Mann aus dem sächsischen Vogtlandkreis. Sein 54 Jahre alter Beifahrer stammt aus dem Landkreis Bamberg. Die A73 in Richtung Suhl war stundenlang gesperrt. dpa