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17.07.2012

Unsterblich - aber gealtert: Die grauen Helden des Rock

Kein «Smoke on The Water» ohne Jon Lord. Der mit 71 Jahren gestorbene Keyborder von Deep Purple sorgte mit für den unverwechselbaren Sound der Band. Auch andere Rocklegenden werden bis heute vor allem mit der Musik ihrer Jugend verbunden - und manche spielen sie immer noch.

Bildergalerie: Jon Lord von Deep Purple gestorben

ERIC CLAPTON (67): Mit dem Trio Cream schrieb der Gitarrist ab 1966 Rockgeschichte. In den folgenden Jahren versank Clapton in Alkohol- und Heroinsucht und Depressionen. Doch er tauchte immer wieder auf und landete Hits wie «Layla» und «Let it Rain». Anfang der 90er Jahre war Clapton wieder ganz zurück und brachte sein legendäres «Unplugged»-Album auf den Markt. 2005 feierte sogar Cream - 36 Jahre nach der Trennung - mit umjubelten Konzerten eine Wiedervereinigung.

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JIMMY PAGE (68): Er gilt als einer der einflussreichsten Gitarristen und Songschreiber der Rock-Geschichte. 1968 gründete er mit Robert Plant, John Paul Jones und John Bonham die Band Led Zeppelin. Bis heute verkaufte sie mehr als 300 Millionen Platten, obwohl sich Led Zeppelin nach dem tödlichen Alkoholexzess des Schlagzeugers John Bonham schon 1980 aufgelöst hatte. Auch für Page waren Kokain und Heroin lange ein Teil des Lebens. Als er nach 27 Jahren Pause 2007 noch einmal auf die Bühne ging, wollten 20 Millionen Menschen eine der 20 000 Karten haben, um «Whole Lotta Love» oder «Stairway to Heaven» zu hören.

IAN ANDERSON (64): Der Kopf der 1967 gegründeten Band Jethro Tull hat die Bühne nie ganz verlassen, auch wenn es um den Mann mit der Querflöte zeitweise etwas ruhiger wurde. An die Erfolge der frühen Konzeptalben «Aqualung« oder «Living In The Past» konnte «Tull» zwar nicht anknüpfen, allerdings ist die Popularität ungebrochen. Die Gruppe tourt gerade durch Europa - mit Ian Anderson an der Spitze, inzwischen aber ohne seine einst schulterlange rote Lockenpracht.

BRIAN WILSON (69): Vom Gründer der Beach Boys stammen Songs wie «Good Vibration» oder «Help Me Rhonda». Zudem produzierte er fast alle 20 Beach-Boys-Alben, die von 1962 bis 1969 erschienen. Doch der Druck forderte Tribut: Wilson hatte Nervenzusammenbrüche, war süchtig nach Tabletten, nahm Haschisch, LSD und Kokain. Der Drogenkonsum von damals und die vielen Psychopharmaka zur Behandlung von Depressionen zeichnen ihn bis heute. Doch Wilson schaffte das Comeback: Mit fast 70 brachte er die einst zerstrittenen Beach Boys wieder zusammen und landete mit dem Anfang des Monats herausgebrachten Album «That's Why God Made the Radio» einen Hit.

PETE TOWNSHEND (67): Als Gitarrist und Songschreiber der Rockband The Who zertrümmerte er einst viele Instrumente auf der Bühne. Es gab Hits wie «My Generation» und Rockopern wie «Tommy». Drogen und Alkohol ließ er nach eigenen Worten vor mehr als 20 Jahren hinter sich. Heute wird sein Privatvermögen auf 40 Millionen Euro geschätzt. Townshend trägt heute ein Hörgerät, steht aber immer noch auf der Bühne. 2006 war The Who nach 24 Jahren Pause wieder da und brachte das Album «Endless Wire» heraus. Dazu gehören aber nur noch Townshend und Roger Daltrey.

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