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Rund sechs Monate nach dem qualvollen Tod zweier dänischer Mädchen hat der 40-jährige Vater gestanden, seine Töchter bei lebendigem Leib in seinem Auto verbrannt zu zu haben.
01.03.2012

Vater gesteht: Zwei Töchter im Auto verbrannt

Potsdam. Rund sechs Monate nach dem qualvollen Tod zweier dänischer Mädchen hat der 40-jährige Vater gestanden, seine Töchter bei lebendigem Leib in seinem Auto verbrannt zu zu haben. Auslöser für die Tat sei ein Sorgerechtsstreit mit seiner geschiedenen Frau gewesen, erklärte der 40 Jahre alte Angeklagte am Donnerstag im Prozess vor dem Landgericht Potsdam.

Bildergalerie: Zwei Mädchen im Auto verbrannt - Vater räumt Verbrechen ein

Seine Ex-Frau habe versucht, ihm die neun und zehn Jahre alten Mädchen wegzunehmen. Als dann noch sein Bauernhof gepfändet werden sollte und er seinen Arbeitsplatz verlor, habe er alle Hoffnung verloren, sagte er mit zitternder Stimme.

Der Angeklagte schilderte im Prozess den Ablauf der schrecklichen Tat: Anstatt nach einem Kurzurlaub im August 2011 von Hamburg aus nach Dänemark zurückzufahren, sei er in Richtung Berlin abgebogen. Währen der Fahrt habe einer seiner Töchter über Reiseübelkeit geklagt. Darauf habe er beiden Kindern Schlaftabletten verabreicht, erklärte er. Als die Mädchen schliefen, habe er beschlossen, sich und seine Töchter umzubringen.

 Nach seiner Darstellung bog er von der Autobahn 24 ab, fuhr in ein Waldstück, holte zwei Benzinkanister aus dem Kofferraum und verteilte den Treibstoff im ganzen Wagen. Anschließend habe er mit einem Feuerzeug das Auto abgefackelt, in dem er und seine Kinder saßen. Instinktiv sei er aber später aus dem Wagen gesprungen. Die Mädchen verbrannten bis zu Unkenntlichkeit.

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