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Alle 28 Lufthansa-Flüge in Stuttgart werden am kommenden Montag wegen eines Verdi-Warnstreiks gestrichen. Foto: dpa
Alle 28 Lufthansa-Flüge in Stuttgart werden am kommenden Montag wegen eines Verdi-Warnstreiks gestrichen.
20.04.2013

Verdi-Streik - Lufthansa streicht alle Flüge in Stuttgart

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Lufthansa streicht wegen des Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi an diesem Montag alle ihre 28 Flüge in Stuttgart. Betroffen sind die Verbindungen von und nach Frankfurt, München und Düsseldorf, wie aus einer Liste hervorgeht, die die Fluggesellschaft am Samstagabend veröffentlichte.

Am Flughafen in Friedrichshafen am Bodensee wird voraussichtlich eine Verbindung nach Frankfurt entfallen. Bundesweit wird am Montag kaum ein Lufthansa-Flugzeug abheben. Von den insgesamt 1720 geplanten Abflügen in Deutschland werden nur 32 starten. Besonders betroffen sind die Deutschland- und Europa-Verbindungen.

Bereits am Sonntagabend ruft Verdi die ersten Mitarbeiter in der Technik zur Arbeitsniederlegung auf. Auch davon ist der Stuttgarter Flughafen betroffen.

Die Fluggesellschaft empfiehlt allen Reisenden, sich frühzeitig vor Reiseantritt auf www.lufthansa.com unter «Aktuelle Fluginformationen» und unter «Meine Buchungen» über den Status ihres Fluges zu informieren. Darüber hinaus hat Lufthansa für Anrufe aus Deutschland die kostenfreie Telefonnummer 0800 850 60 70 geschaltet.

Passagiere können für Montag gebuchte Flüge kostenfrei umbuchen. Fluggäste gestrichener Verbindungen können ihre Buchungen kostenlos stornieren. Reisende, die innerhalb Deutschlands unterwegs sind, können die Züge der Bahn nutzen.

Es ist bereits die zweite Welle von Arbeitsniederlegungen in dem Tarifkonflikt um Entgelte und Arbeitsbedingungen von rund 33 000 Technikern und Serviceleuten. Am 21. März waren bei einem weit kürzeren Warnstreik 700 Flüge ausgefallen. Die nächste Verhandlung steht am 29./30. April an. Das Unternehmen prüft rechtliche Schritte gegen die Gewerkschaft.

Lufthansa hatte die Verdi-Forderung nach Jobgarantien und 5,2 Prozent mehr Geld mit einem nach Geschäftsfeldern modifizierten und in Teilen erfolgsabhängigen Vergütungsangebot gekontert. Über einen Zeitraum von 29 Monaten kämen einzelne Berufsgruppe auf eine Steigerung von mehr als drei Prozent, hatte Personalvorstand Lauer erklärt. Jobgarantien macht Lufthansa von strukturellen Änderungen etwa zu längeren Arbeitszeiten und verschobenen Stufensteigerungen abhängig.