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In Dortmund wurde die Nacht zum Tag gemacht. Die Fans feierten den deutschen Fußballmeister Borussia Dortmund. © dpa
Grund zum Feiern: Borussia Dortmund ist am 32. von 34 Spieltagen deutscher Fußballmeister geworden. © dpa
Borussia Dortmund ist vorzeitig Deutscher Fußballmeister geworden. In den letzten beiden noch ausbleibenden Spielen der Fußball-Bundesliga kann der BVB nicht mehr eingeholt werden. © dpa
Dortmund ist deutscher Fussball-Meister © dpa
21.04.2012

Verdienter Meister: Ganz Dortmund feiert den BVB

Im vorigen Jahr war es ein Märchen, diesmal ein wiederkehrender Feiertag. Wie schon vor 12 Monaten sicherte sich Dortmund frühzeitig die Meisterschaft. Bei der anschließenden Party bewies die Borussia ähnlich viel Elan wie beim Kampf um Punkte.

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Schon zum Essen beim Italiener «Piazza Navona» wenige Stunden nach der Meisterkrönung erschienen die meisten Profis sichtlich angeschlagen. Die spontane und bierselige Sause auf dem Rasen des brodelnden Stadions hatte bei den Dortmunder Himmelsstürmern Spuren hinterlassen.

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Wie im Vorjahr entpuppte sich Kevin Großkreutz als einer der größten Partylöwen: «Ich komme erst am Mittwoch wieder. Das werde ich Jürgen Klopp sagen», kündigte der in der alten und neuen nationalen Fußball-Hauptstadt geborene Mittelfeldspieler zum Start in die lange Festnacht an: «Was hier los sein wird, kann sich Deutschland nicht vorstellen.»

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Das hochverdiente 2:0 (1:0) über Borussia Mönchengladbach beseitige die letzten Zweifel an der achten deutschen Meisterschaft des BVB. Beim Feiern bewiesen die Schwarz-Gelben ähnlich viel Leidenschaft wie zuvor bei der überaus erfolgreichen Jagd nach Punkten. Vor der bebenden Südtribüne entging kein Spieler der Bierdusche, Spielerfrauen und -Kinder standen johlend und klatschend Spalier. Auch der triefnasse Trainer Jürgen Klopp geriet ins Schwärmen: «Wir haben seit 26 Spielen nicht mehr verloren - verrückt. Das ist eine unglaubliche Mannschaft».

Ähnlich ausgelassen ging es in der Kabine weiter. In Anzughose und Hemd nahm Michael Zorc ein unfreiwilliges Vollbad im Entmüdungsbecken. Seiner glänzenden Laune tat das Schelmenstück der Spieler keinen Abbruch. Sichtlich bewegt ließ der Sportdirektor den fulminanten Saisonschlussspurt der Borussia Revue passieren: «Wir haben binnen zehn Tagen den Zweiten, Dritten und Vierten geschlagen. Es gab selten einen verdienteren Meister als in dieser Saison.»

Ähnlich wie bei den Siegen über den FC Bayern (1:0) und den FC Schalke (2:1) behielten die «Unersättlichen» auch im Showdown gegen Mönchengladbach die Nerven. Dabei hatte der Nachmittag wenig verheißungsvoll begonnen: Mit dem Last-Minute-Treffer von Franck Ribéry zum 2:1 der Münchner drei Stunden zuvor in Bremen erfüllte sich die Hoffnung der Borussen auf eine vorzeitige Titelentscheidung noch nicht. «Das war für uns schon ein Einschlag, aber wie die Mannschaft darauf reagiert hat, war einfach nur geil», kommentierte Klopp den Sieg durch die Tore von Ivan Perisic (23.) und Shinji Kagawa (59.).

Nicht nur das Stadion sondern auch die ganze Stadt versank in schwarz-gelber Glückseligkeit. Tausende Anhänger hatten schon in den Nachmittagsstunden die Innenstadt in eine zweite Borussen-Arena verwandelt. Nach dem Titelgewinn platzte die Innenstadt aus allen Nähten. Hunderte Autos verstopften den Ring um die City. Dabei steht die eigentliche Meisterparty noch aus: Einen Tag nach dem Pokalfinale gegen die Bayern wollen Mannschaft und Fans am 13. Mai in Dortmund groß feiern. Bei der Meisterschaft 2011 kamen 400 000 zum Autokorso.

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