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Foto: Symbolbild © dpa
06.05.2015

Vermisster Junge liegt tot in Klärbecken

Ein vermisster kleiner Junge ist tot in einem Klärbecken in Nordrhein-Westfalen gefunden worden. Die Leiche des Fünfjährigen lag im Becken unter einer Algendecke, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch mitteilte. Der Fernsehsender RTL hatte die Information zuvor getwittert. Die Anlage liegt auf dem Gelände der Asylunterkunft in Straelen, in der das Kind mit seiner Familie lebte. Die kleine Kläranlage ist nach Polizeiangaben mit einem 2,10 Meter hohen Zaun gesichert.

Die Leiche des Kindes wurde geborgen. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf. Die Fahnder konnten sich zunächst nicht erklären, wie der etwa ein Meter große Junge den hohen Zaun überwinden konnte. Die Eltern wurden vom Opferschutz der Polizei betreut.

Der Fünfjährige war erst vor einer Woche mit seiner Familie aus Serbien nach Deutschland gekommen. Er war Epileptiker und sprach kein Deutsch. Zusammen mit anderen Kindern aus der Asylunterkunft hatte er am Dienstagnachmittag noch zugeguckt, wie Feuerwehrleute einen umgestürzten Baum zersägten. Danach war er nicht zu den Eltern zurückgekehrt. Der Junge wurde zum letzten Mal gegen 15.30 Uhr gesehen, um 17.00 Uhr meldeten die Eltern ihn als vermisst.

Die Polizei suchte seitdem pausenlos mit einem Großaufgebot nach ihm. Rund 100 Polizisten durchkämmten das Gelände rund um die Asylunterkunft. Taucher der Feuerwehr durchsuchten einen kleinen See, ein Spürhund war im Einsatz und auch ein Hubschrauber. Die Polizei war die ganze Nacht im Umkreis von 500 Metern unterwegs.

In Sachsen-Anhalt wird bereits seit Tagen ebenfalls nach einem fünfjährigen Kind gesucht. In Stendal ist die kleine Inga verschwunden.