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Die Deutsche Bank trennt sich von ihrem Kasino in Las Vegas. Sie verkauft «The Cosmopolitan» für 1,73 Milliarden Dollar an Blackstone Real Estate Partners VII. Die Ausgaben für das Objekt übersteigen jedoch die Verkaufssumme deutlich.
Die Deutsche Bank trennt sich von ihrem Kasino in Las Vegas. Sie verkauft «The Cosmopolitan» für 1,73 Milliarden Dollar an Blackstone Real Estate Partners VII. Die Ausgaben für das Objekt übersteigen jedoch die Verkaufssumme deutlich. © dpa
16.05.2014

Verzockt? Deutsche Bank verkauft ihr Kasino in Las Vegas

Der Deutschen Bank und andere Institute werden von Kritikern oft als Zocker geschmäht. Zumindest aus dem Glücksspielgeschäft in Las Vegas ist Deutschlands größtes Geldhaus jetzt aber ausgestiegen. Freiwillig war die Bank ohnehin nicht zum Kasino-Besitzer geworden.

Die Deutsche Bank trennt sich von ihrem Kasino in Las Vegas. Sie verkauft «The Cosmopolitan» für 1,73 Milliarden Dollar an Blackstone Real Estate Partners VII, wie das Institut am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Der deutsche Branchenprimus war eher unfreiwillig Eigentümer des Objektes geworden. Das Institut hatte einem US-Immobilienentwickler einen Kredit gewährt, dem in der Finanzkrise das Geld ausging. Die Deutsche Bank übernahm im September 2008 das Projekt und baute es zu Ende.

Laut US-Medienberichten sollen bis zu 4 Milliarden Dollar in den Komplex geflossen sein, der von zwei jeweils 50 Stockwerken hohen Glastürmen dominiert wird. Die Deutsche Bank nannte auf Nachfrage keine genauen Zahlen. Aber so wie es aussieht, hat sich das Finanzinstitut mit dem Kredit an den ehemaligen Bauherrn, der teuren Fertigstellung und dem Verkaufspreis selbst verzockt. Aber so geht es wohl den meisten Glücksspielern, die am Ende mehr verlieren als gewinnen.

«Im Rahmen unserer Strategie 2015+ hat sich die Bank verpflichtet, ihre nicht zum Kerngeschäft gehörenden Positionen in einer kapitalschonenden Weise abzubauen, die den Aktionären zu Gute kommt», erklärte das Institut am Donnerstag. Erst im März hatte die Deutsche Bank ihre Tochter BHF an ein Käuferkonsortium verkauft, das von der belgischen Beteiligungsgesellschaft RHJ International angeführt wird. Damit schloss sie eine weitere Baustelle.