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Lange ging es gut, jetzt ist es vorbei: Die Polizei hat zwei mutmaßliche Einbrecher geschnappt, denen sie 49 Wohnungseinbrüche in der Region zur Last legt.
Lange ging es gut, jetzt ist es vorbei: Die Polizei hat zwei mutmaßliche Einbrecher geschnappt, denen sie 49 Wohnungseinbrüche in der Region zur Last legt. © Symbolbild: dpa
22.10.2014

Vor dem Einbruch um Sicherheitstechnik kümmern

Am kommenden Wochenende wird die Uhr eine Stunde zurückgedreht. In der Dunklen Jahreszeit haben es Einbrecher auf Ihrem Beutezug noch leichter. Alarmierend: Baden-Württemberg ist mit 11.300 Delikten im Jahr 2013 ganz vorne in der Einbruchstatistik.

Die Versicherungsgruppe BGV / Badische Versicherungen informiert. Am Sonntag werden die Uhren umgestellt, die Winterzeit beginnt. „Wenn es nachmittags früher dunkel wird, bieten Büsche, Hecken und Mauern einen idealen Blickschutz für Langfinger“, erläutert Michael Vogel, Abteilungsleiter Sach-Schaden beim BGV. Passend zur Zeitumstellung und dem damit verbundenen erhöhten Einbruchrisiko hat das Landeskriminalamt Baden-Württemberg den 26. Oktober zum Tag des Einbruchschutzes ausgerufen.

Mit 11.300 Einbrüchen und einem Anstieg um 31 Prozent zum Vorjahr liegt Baden-Württemberg für das Kalenderjahr 2013 auf einem besorgniserregenden dritten Platz im Vergleich der Bundesländer. Spitzenreiter ist Nordrhein-Westfalen mit 55.000 Delikten im Jahr 2013. Doch nicht nur die Zahl der Einbrüche ist gestiegen. Vogel erkennt auch qualitative Veränderungen bei den Delikten: „Die Einbrecher gehen zunehmend brutaler und technisch versierter vor. Sie werfen auch schon mal mit einem Gullideckel eine Fensterscheibe ein.“ Eine besondere Entwicklung sieht der Schadenexperte des BGV in der technischen Ausstattung. „Durch leistungsfähige Akkubohrer oder -winkelschleifer können Einbrecher ohne Stromversorgung Stahltüren aufschneiden oder Löcher in Fensterrahmen bohren, um dann mit dem altbewährten Schlingentrick das Fenster über den Fenstergriff zu öffnen.“

der Liste des Einbruchschutzes stehen abschließbare Terrassentüren und Fenster. Allerdings nutzt das wenig, wenn nicht alle Eingänge gleichermaßen gesichert werden. „Jede Tür, jedes Fenster ist nur so sicher wie ihr schwächstes Bauteil – selbst ein massiver Sperrbügel oder ein abschließbarer Türgriff ist nutzlos, wenn sich die Scharniere leicht lösen lassen.“

Damit sich Einbrecher erst gar nicht an Fenstern und Türen zu schaffen machen, helfen Halogen- oder LED-Strahler mit Bewegungsmelder: Dadurch verliert der Dieb den Schutz der Dunkelheit. Noch effektiver sind Alarmanlagen, die allerdings bislang wenig verbreitet sind. Einfamilienhäuser sind oft besser geschützt Mit steigendem Einkommen wächst die Bereitschaft, Einbrüchen vorzubeugen. „Das hängt zum einen mit den höheren Werten im Haushalt zusammen, aber vor allem mit dem großen Anteil an Einfamilienhausbesitzern“, erläutert Vogel. So haben Einfamilienhäuser generell ein höheres Einbruchrisiko, ebenso wie Erdgeschosswohnungen. Hat sich der Einbrecher aber erst einmal Zugang zum Hausflur verschafft, macht es keinen Unterschied mehr, in welchem Stock die Wohnung liegt. Deshalb sollten auch in Mehrfamilienhäusern Wohnungstüren immer mit Sicherheitsschlössern geschützt werden. Bei alledem gilt aber nach wie vor: Das beste Schloss nutzt nichts, wenn Türen oder Fenster nicht richtig geschlossen werden, sobald man die Wohnung verlässt. Man sollte niemals ein Fenster gekippt lassen – auch wenn man nur für fünf Minuten zum Bäcker geht. Im Urlaub sollten Nachbarn zudem regelmäßig den Briefkasten leeren und die Rollläden herauf und herunter lassen. Hausratversicherung kommt für Schäden auf. Wer eine Hausratversicherung für seine Wohnung oder das Haus besitzt,bekommt den materiellen Verlust durch Einbruch und Vandalismus ersetzt. Am besten hebt man wichtige Einkaufsbelege auf, denn sie helfen den, Schaden zu beziffern. Gestohlene Kredit- oder EC Karten sollten sofort gesperrt werden. Auch Fahrräder sind bei Dieben beliebt, insbesondere Pedelecs oder E-Bikes. Während Pedelecs über die Hausratversicherung gegen Diebstahl versichert werden können, müssen E-Bikes über ein sogenanntes Versicherungskennzeichen gegen Diebstahl versichert werden.

Weitere nützliche Tipps bietet die Aktionsseite: http://www.k-einbruch.de/.

Der BGV

Die Versicherungsgruppe BGV / Badische Versicherungen verbindet Tradition mit innovativer Leistung. Seit 1923 steht der Name BGV für hervorragenden Versicherungsschutz aus Baden. Bekannt geworden ist der Kompositversicherer mit Sitz in Karlsruhe zunächst durch sein Know-how im Kommunalgeschäft. In den letzten Jahren hat sich der Konzern darüber hinaus durch seine zukunftsweisenden Produkte im Privat- und Firmenbereich und seine sehr gute Maklerbetreuung hervorgehoben. Zahlreiche Auszeichnungen und ein rasanter Anstieg an qualifizierten Makleranbindungen belegen dies auf vielfältige Weise. Das Unternehmen beschäftigt rund 700 Mitarbeiter und etwa 40 Auszubildende. Mit einem Beitragsvolumen von über 280 Mio. Euro und über 1,6 Mio. Verträgen zählt der BGV zu den größten Versicherern in Baden. Zur Unternehmensgruppe gehören die Tochterunternehmen BGV-Versicherung AG, Badische Allgemeine Versicherung AG und Badische Rechtsschutzversicherung AG.