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Weiter hohe Lawinengefahr in Teilen der Alpen © dpa
03.02.2014

Weiter hohe Lawinengefahr in Teilen der Alpen

Wien/Zürich. Lawinengefahr und isolierte Orte: Nach dem Schneechaos der letzten Tage hat sich die Gefahrenlage in weiten Teilen der Alpen am Sonntag nur leicht entspannt. In Österreich und in der Schweiz wurde vor einem weiterhin hohen Lawinenrisiko gewarnt.

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Zudem könnten nasse und daher besonders schwere Schneemassen Dächer zum Einsturz bringen, erklärten Behördenvertreter. In Österreich waren Tausende von Soldaten im Schneeräumeinsatz.

«Ich bitte die Bevölkerung, mit der Vorsicht nicht nachzulassen», sagte der Kärntener Landeshauptmann Peter Kaiser. Am Montag ist in Teilen des südlichsten österreichischen Bundeslandes schulfrei. Armeehubschrauber, die sich wegen einer Übung in Kärnten befinden, bleiben für Extremfälle in Bereitschaft.

Auch in Osttirol gebe es nur eine «leichte Entspannung», sagte Bezirkshauptfrau Olga Reisner. Mehrere Gemeinden dort waren am Sonntag noch von der Außenwelt abgeschnitten.

In der Schweiz wurde vor großer Lawinengefahr im westlichen Tessins sowie im Urserental im Kanton Uri gewarnt. Die Matterhorn Gotthard Bahn stellte den Betrieb auf einer Teilstrecke ein. Auch zwischen Andermatt und Tschamut in der Surselva fielen Züge aus

Nach Angaben der österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) wuchs die Schneedecke in Osttirol und Oberkärnten bis zum Sonntag nochmals um bis 50 Zentimeter, in den Karnischen Alpen sogar um knapp einen Meter. So viel Schnee innerhalb von nur zwei Tagen falle in dem Alpenland höchstens alle 75 bis 100 Jahre, erklärte die ZAMG.

Im Tiroler Zillertal kam ein 39-Jähriger in einer Lawine ums Leben. Im Salzburger Großarltal wurden zwei Mitglieder einer vierköpfigen Wandergruppe bei einem Lawinenabgang verschüttet und schwer verletzt.