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Die Bombe tickt: Der Weltuntergang ist nah. Oder nicht? © Dietz/dpa/fotolia
20.12.2012

Weltuntergang naht: 7 Dinge, die ich noch erledigen muss

Die Uhr läuft. Das Ticken wird zum Countdown. Bald ist es soweit. Und was mache ich? Kurz vor der drohenden Apokalypse sitze ich in der Redaktion am Schreibtisch. So habe ich mir den letzten Tag meines Lebens nun wirklich nicht vorgestellt.

Meine Kollegen sind auch schon ganz mürrisch, denken sich wahrscheinlich dasselbe. Jetzt bleiben mir nur noch wenige Stunden. Andere würden vielleicht noch mal Fallschirm springen oder mit Delphinen schwimmen – ich habe mich auf die wesentlichen Dinge konzentriert. Hier meine Top 7:

1. Shoppen bis zum Umfallen: Endlich könnte ich ganz ohne Bedenken Klamotten kaufen gehen. Und zwar nicht bei H&M oder C&A. Kurz vor dem Weltuntergang würde ich natürlich zu Diesel und Levis gehen, meinen Favoriten, wenn ich mal etwas mehr Geld auf der Kante habe. Dort schaue ich natürlich nicht aufs Preisschild, denn meiner Bank wird es morgen egal sein, wie hoch die rote Zahl auf meiner Kreditkarte ist.

2. Fast-Food ohne schlechtes Gewissen: Zuerst würde ich mir eine Salami-Pizza genehmigen, natürlich mit extra viel Käse. Wenn dann noch was reinpasst, auf zu Mac Donalds und rein mit einem dicken Maxi-Burger. Denn das Gute an so einem Weltuntergang ist, dass es mich überhaupt nicht mehr jucken würde, wie viel Kilos mehr die Waage nächste Woche anzeigt.

3. Sex haben: Es möchte doch keiner ohne Lustgewinn sterben, geschweige denn unbefriedigt vor irgendwelche Aliens treten. Wer weiß, ob es dann je wieder die Möglichkeit für die Liebe gibt. Aber vielleicht sollte ich das vor dem vielen Fast-Food machen. Mit vollem Magen ist Matratzensport nicht wirklich erquickend.

4. Kuscheln: Bei der Gelegenheit nutze ich die traute Zweisamkeit und kuschle mich noch ein letztes Mal an meinen Liebsten. Dabei hauche ich ihm noch ein letztes „Ich liebe dich“ ins Ohr und verlange von ihm, dass er das auch tut. Danach soll er mir ein romantisches Frühstück machen, auch wenn es schon fast Abend ist.

5. Ganz bewusst mal alles stehen und liegen lassen: Schön, so ein Weltuntergang. Man kann nämlich einfach mal die Füße hochlegen, die Socken ins Eck schmeißen, Tassen und Teller stehen lassen und entspannen. Die Wohnung ist in ein paar Stunden so oder so Schutt und Asche.

6. Die beste Freundin besuchen: Ein letztes Mal Prosecco trinken, beschwipst auf der Playstation „Singstar“ singen und Blödsinn reden.

7. Die Apokalypse an einem schönen Ort erleben: Also wenn schon aufs Sterben warten, dann doch bitte mit einem hochprozentigen Cocktail in der Hand und mit Blick aufs Meer. Also schnell auf den Flughafen. Karibik ich komme!

Doch halt: Die Realität holt mich zurück. Fast hätte ich es vergessen: ich muss ja arbeiten. Einen Flieger würde ich auch nicht mehr bekommen, geschweige denn rechtzeitig landen. Doch sehen wir mal, welche Punkte ich nach Feierabend noch abhaken kann.