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Der für seine extremen Aufstiege bekannte Schweizer Bergsteiger Ueli Steck ist im Himalaya verunglückt. Er wollte einen neuen alpinen Rekord am Mount Everest vorbereiten. Sein Tod sorgt weltweit für Bestürzung.
Der für seine extremen Aufstiege bekannte Schweizer Bergsteiger Ueli Steck ist im Himalaya verunglückt. Er wollte einen neuen alpinen Rekord am Mount Everest vorbereiten. Sein Tod sorgt weltweit für Bestürzung. © dpa
01.05.2017

Weltweite Bestürzung nach Tod von Schweizer Extrembergsteiger Steck

Kathmandu (dpa) - Der tödliche Absturz des Schweizer Extrembergsteigers Ueli Steck im Himalaya hat weltweit Bestürzung ausgelöst.

Tausende Menschen und etliche Bergsteiger-Organisationen sprachen am Montag ihr Beileid aus. Der für seine gewagten Hochgeschwindigkeits-Aufstiege bekannte 40-Jährige war am Sonntag in Nepal nahe des Mount Everest auf einer Vorbereitungstour für sein jüngstes Rekordprojekt abgestürzt.

Blogger berichteten, er sei am Nuptse, einem Nachbarberg des Everest, abgerutscht und rund 1000 Meter in die Tiefe gestürzt. Er ist demnach das erste Todesopfer der diesjährigen Klettersaison, die von April bis Mai dauert. Steck, der in der Szene den Spitznamen «The Swiss Machine» (Die Schweizer Maschine) trug, wollte in den kommenden Wochen als erster Mensch innerhalb von 48 Stunden sowohl den Mount Everest (8848 Meter) als auch den benachbarten Lhotse (8511 Meter) ohne künstlichen Sauerstoff besteigen.

Zu dem Unglück kam es am Sonntagmorgen während einer Trainingstour am knapp 7900 Meter hohen Nuptse. Die genauen Umstände seines Absturzes waren bis Montag nicht klar.

Bis Montagmittag kommentierten rund 1500 Menschen die Mitteilung seines Todes auf seiner Facebook-Seite. Ang Tshering Sherpa, Präsident des nepalesischen Bergsteigerverbands NMA, bezeichnete Steck als «gesellig, ruhig und energetisch». «Für mich war er ein Bergsteiger-Veteran, aber auch ein Freund», sagte er.

Mingma Sherpa vom Tourveranstalter «Seven Summit Treks», der Steck bei seiner diesjährigen Expedition unterstützte, bezeichnete den Sonntag als einen «schwarzen Tag für das Bergsteigen».

Stecks Leichnam wurde bereits am späten Sonntag in die nepalesische Hauptstadt Kathmandu überführt. Der Alpinist war verheiratet. Seine Familie sei unterwegs und wolle ihn dort bestatten. «Er liebte das Land und hatte viele Freunde dort», sagte sein Sprecher Andreas Bantel.