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28.03.2017

Wie Schule früher war

Wiernsheim. Meine Oma ist 81 Jahre alt und berichtet: „Die Schule war früher sehr streng. Man musste gerade sitzen, die Ohren spitzen, Hände falten und den Schnabel halten. Wer sich nicht anständig benahm, wurde mit Schlägen bestraft. Heute wird von Schülern selbstständiges Denken, eigene Ideen und Kreativität verlangt. Strafen gibt es als Strafarbeiten und Nachsitzen. Ab den 1960er Jahren wurden die Schläge als Strafe an den Schulen verboten.

Früher waren die Stühle oft an den Bänken befestigt. In einem Klassenzimmer wurden bis zu 60 und mehr Schüler verschiedenen Alters unterrichtet. Heute sind in einer Klasse nicht mehr als 30 Schüler. Früher hatten die Jungen einen anderen Stundenplan als die Mädchen. Bei den Jungen stand Rechnen und Raumlehre im Vordergrund, bei den Mädchen Kochen und Handarbeit. Sportunterricht gab es nur für männliche Schüler und hieß Leibesertüchtigung. Früher war Schule ernst. Heute soll den Schülern der Unterricht auch Spaß machen.“