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20.05.2008

Wie lebt man als Pforzheimer bei den Elchen?

Die Hochschule Pforzheim und die Karlstad Universitet sind beide über das Erasmus-Programm verbunden, das den Austausch von Studenten fördert. Der Weg zu einem halben Jahr in Schweden ist eigentlich ganz einfach für Studenten aus Pforzheim. Man muss sich am Anfang des Semesters im Auslandsamt bewerben, hat dann ein Vorstellungsgespräch. Das Einzige was man dann noch machen muss ist eine Wohnung im schwedischen Studentenwohnheim beantragen und einen Flug nach Schweden buchen.

Doch wie habe ich eigentlich dort letztes Jahr gelebt? Gewohnt habe ich im Wohnheim Campus Futurum. Es bestand aus insgesamt zwölf Häusern welche am Stadtrand von Karlstad angesiedelt waren. Es war also eine richtige kleine “Studentenstadt“ mit jungen Leuten aus aller Welt. Dort hatte ich ein schönes Zimmer in einer WG mit sieben Schweden, zwei Österreichern und einem Franzose. Wie ihr euch vorstellen könnt, war es immer ziemlich lustig wenn alle in der Küche aufeinander trafen. In einem Sprachen-Mix aus Englisch-Deutsch-Schwedisch und Französisch wurde zusammen gekocht, gelernt und natürlich auch gefeiert.

Früh morgens ging es dann immer auf dem fünfminütigen Fußweg quer durch den schwedischen Wald zur Uni. Gleich hinter dem Wohnheim befanden sich zudem ein beleuchteter Waldweg und ein Sportplatz auf denen man sich sportlich austoben konnte.

Scheinbar sollen in den Wäldern direkt hinter dem Wohnheim auch Braunbären und Elche gelebt haben. Aber keine Angst bis auf einen Studenten aus China, der angeblich beim Joggen im Wald einen Bären gehört hat, kam niemand wirklich in Berührung mit den schwedischen Waldbewohnern. Deswegen sei es mal dahin gestellt ob er in jenem Moment wirklich ein Bär hörte oder ob es nur das Knurren seines Magens war ;-).