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Wieder Gewaltexzess auf Bahnhof: Opfer mit Knochenbrüchen.
Wieder Gewaltexzess auf Bahnhof: Opfer mit Knochenbrüchen © dpa
09.10.2011

Wieder Gewaltexzess auf Bahnhof: Opfer mit Knochenbrüchen

Berlin. Erneut ist bei einer brutalen Prügelattacke auf einem Berliner Bahnhof ein Mensch schwer verletzt worden. Ein 22-Jähriger wurde am frühen Samstagmorgen auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs Schöneweide im Bezirk Treptow-Köpenick mit Tritten gegen den Kopf attackiert.

Wie die Bundespolizei Bundespolizeineue Suche mit diesem Objektverfeinern nach diesem ObjektVerfügbare Bedeutungen: Bundespolizei mitteilte, wurde er von zwei Unbekannten angegriffen. Das Opfer erlitt mehrere Knochenbrüche im Gesicht und kam in eine Klinik. Die Täter konnten unerkannt flüchten. Der 22-Jährige lag nach Angaben der Polizei bereits am Boden, als die Angreifer lostraten. Der junge Mann schwebt laut Polizei nicht in Lebensgefahr, konnte aber noch nicht zum Tathergang vernommen werden.

Der Schlägerei war ein heftiger Streit vorausgegangen, ein Zeuge alarmierte die Polizei. Ob Alkohol im Spiel war, ist unklar. Bilder einer Videokamera liegen den Angaben zufolge nicht vor. Wiederholt hatten in den letzten Monaten schwere Überfälle in Berliner U- und S-Bahnhöfen bundesweit für Entsetzen gesorgt. Erst am Freitag war unter großer Anteilnahme das 23 Jahre alte Opfer einer Hetzjagd beigesetzt worden. Guiseppe M. war am 17. September im U-Bahnhof Kaiserdamm nach Erkenntnissen der Ermittler von jungen Männern angegriffen worden. Auf der Flucht rannte er in ein Auto. Das Thema innere Sicherheit hatte auch den Wahlkampf in Berlin geprägt - SPD SPDneue Suche mit diesem Objektverfeinern nach diesem ObjektVerfügbare Bedeutungen: SPD und CDU CDUneue Suche mit diesem Objektverfeinern nach diesem ObjektVerfügbare Bedeutungen: CDU wollen kommende Woche ihre Koalitionsverhandlungen beginnen. Nach Ansicht von Experten lassen sich Gewaltexzesse allein mit mehr Polizeipräsenz und Überwachungskameras aber nicht bekämpfen. Kameras würden «im Moment der Tat nicht registriert», hatte Psychiater und Gerichtsgutachter Karl Kreutzberg vor einiger Zeit der «Berliner Zeitung» gesagt.

Orte exzessiver Gewalt würden Bahnhöfe so oft, weil dort die soziale Kontrolle am geringsten sei, ergänzte Kreutzberg. Schon vor Jahren hätten die Berliner Verkehrsbetriebe ihr Personal dort flächendeckend abgezogen. «Damit war auch ein Stück Sicherheit weg.»