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Ein kleiner Junge soll die Wildhunde im Zoo besser sehen. Seine Mutter stellt ihn auf das Geländer des Geheges. Dort verliert der Zweijährige das Gleichwicht, fällt in die Grube. Der Zoobesuch nimmt ein schreckliches Ende.
Ein kleiner Junge soll die Wildhunde im Zoo besser sehen. Seine Mutter stellt ihn auf das Geländer des Geheges. Dort verliert der Zweijährige das Gleichwicht, fällt in die Grube. Der Zoobesuch nimmt ein schreckliches Ende. © Symbolbild: dpa
05.11.2012

Wildhunde zerfleischen Zweijährigen in US-Zoo

Pittsburgh. Wildhunde haben einen zweijährigen Jungen in einem US-Zoo zu Tode gebissen. Der Junge war in Pittsburgh (US-Bundesstaat Pennsylvania) in ein Gehege mit Afrikanischen Wildhunden gefallen.

Wie die Polizei laut einem Bericht der Zeitung «Pittsburgh Post-Gazette» mitteilte, hatte die 34 Jahre alte Mutter den kleinen Jungen am Sonntag (Ortszeit) auf ein Geländer am Gehege gestellt. «Unmittelbar danach verlor er das Gleichgewicht, fiel von dem Geländer in die eigentliche Grube und wurde sofort von elf Hunden angegriffen», sagte Kevin Krauss von der Polizei in Pittsburgh.

Binnen Minuten hätten Zoowärter eingegriffen und zunächst sieben Hunde von dem Jungen weg in ein abgetrenntes Areal gelockt. Andere Angestellte des Tierparks hätten die übrigen Wildhunde «mit Gegenständen beworfen» und drei weitere Tiere von ihrem Opfer getrennt. Der letzte Hund, der sich besonders aggressiv auch gegenüber den Zoowärtern verhalten habe, sei schließlich von zwei Polizisten erschossen worden, sagte Krauss. Für den Jungen sei aber jede Hilfe zu spät gekommen.

«Die Hunde sind ihrem Instinkt gefolgt», sagte Zoo-Direktorin Barbara Baker der «Pittsburgh Post-Gazette». Es liege in ihrer Natur, als Rudel anzugreifen. Der Tierpark wurde nach dem Vorfall geschlossen. Die Polizei leitete eine Untersuchung ein. Wie es um die Zukunft des Zoos steht, ist noch offen.

Es ist nicht der erste Zwischenfall mit Afrikanischen Wildhunden im Zoo von Pittsburgh. Bereits im Mai buddelten sich einige der Tiere unter einem Zaun durch. Sie gelangten in einen Teil des Geländes, der glücklicherweise zu diesem Zeitpunkt für Besucher nicht geöffnet war. Damals wurde der Tierpark aus Vorsicht für kurze Zeit geschlossen, verletzt wurde niemand.