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Wim Wenders © dpa
24.01.2012

Wim Wenders mit „Pina“ für Doku-Oscar nominiert

Los Angeles (dpa) - Oscar-Chancen für Wim Wenders: Der deutsche Regisseur ist mit seiner 3D-Hommage „Pina“ für den Doku-Oscar nominiert worden. Die Dokumentation über die 2009 gestorbene legendäre Tänzerin Pina Bausch, Gründerin des Wuppertaler Tanztheaters, tritt bei der Oscar-Vergabe in der Sparte „Bester Dokumentarfilm“ gegen vier Mitstreiter an.

Bildergalerie: Oscars: Deutscher Film «Pina» mit Siegchancen

„Pina“ hatte anfangs doppelte Oscar-Chancen, denn der Film war für Deutschland auch ins Rennen um den Auslands-Oscar gezogen. Bei einer Vorauswahl schaffte es „Pina“ in der Sparte „nicht-englischsprachiger Film“ zwar in die Gruppe von neun Spitzenkandidaten, konnte sich am Dienstag aber nicht unter den Top 5-Nominierten platzieren.

Seine erste Oscar-Nominierung hatte Wenders im Jahr 2000 für die Musik-Doku „Buena Vista Social Club“ in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ erhalten, war bei der Preisvergabe dann aber leer ausgegangen.

Zuletzt hatte Florian Henckel von Donnersmarck 2007 mit seinem Stasi-Drama „Das Leben der Anderen“ den Auslands-Oscar nach Deutschland geholt. 1960 wurde der deutsche Tierforscher Bernhard Grzimek mit seinem Afrika-Film „Serengeti darf nicht sterben“ mit dem Dokumentar-Oscar gekrönt. In diesem Jahr werden die Oscars am 26. Februar in Hollywood zum 84. Mal vergeben.

Regisseur Wim Wenders und sein Team sind stolz auf die Oscar-Nominierung. „Zum zweiten Mal nach "Buena Vista Social Club" jetzt die Chance zu haben, als Nominierter in der Kategorie "Bester Dokumentarfilm" im Rennen um die Oscars teilnehmen zu können, ist eine tolle Sache, zumal wir damit der erste 3D Film sind, dem diese Ehre zuteilwird“, erklärte Wenders am Dienstag über seine Agentur.

„Die Tänzer und Mitarbeiter des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch sind, zusammen mit der Neuen Road Movies, stolz auf diese Auszeichnung“, so der Regisseur. „Wir wollten mit unserer Reise in das wunderbare Reich der großen deutschen Choreographin Pina Bausch dieser einmaligen Frau und Pionierin des zeitgenössischen Tanzes ein Denkmal setzen.“ Der weltweite Erfolg beim Publikum und nun die Oscar-Nominierung seien eine fantastische Belohnung und Anerkennung dieser gemeinsamen Arbeit, sagte Wenders. dpa