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Der neue Geschäftsführer des Creditoren-Vereins hat sich viel vorgenommen, um den rund 450 Mitgliedsunternehmen einen noch besseren Service bieten zu können. Foto: CV
Der neue Geschäftsführer des Creditoren-Vereins hat sich viel vorgenommen, um den rund 450 Mitgliedsunternehmen einen noch besseren Service bieten zu können. Foto: CV © CV
14.12.2011

"Wir schaffen Freiraum und Liquidität"

Gefürchtet von Schuldnern, geliebt von Gläubigern – dieses Bild des international agierenden Gläubigerschutzverbandes Creditoren-Verein (CV) mit Sitz in Pforzheim will Matthias Wolf so nicht stehen lassen. Freilich sei der CV in hohem Maße daran interessiert, seinen derzeit rund 450 Mitgliedsunternehmen die säumigen Außenstände zu besorgen und Forderungsausfallrisiken im Vorfeld zu minimieren. Andererseits solle dies aber nicht in Blutsauger-Manier erfolgen. „Wir treten gegenüber dem Schuldner und unserem Mitglied in einer Art Vermittlerrolle auf“, sagt Wolf. Ziel sei es, eine gemeinsame Strategie zu erarbeiten, die eine Tilgung zum Ziel habe. „Wir wollen niemanden plattmachen.“

Unterdessen hat sich Wolf viel vorgenommen. Zum 1. Januar 2013 ist der Wirtschaftsjurist und ehemalige Assistent der Geschäftsführung an die Spitze des Verbandes aufgestiegen. Tradition und Innovation sind die Schlagworte, mit denen Wolf das bisher Erfolgreiche bewahren und mit Neuem die CV-Zukunft meistern will. Mit welchen Visionen ist er angetreten? Der digitale Bereich spiele eine große Rolle: „Wir sind an der Umsetzung einiger digitalen Lösungen für unsere Mitglieder.“ Zudem will Wolf weg von einer statischen Organisationsstruktur: „Wir müssen schlank und schlagkräftig für die Zukunft sein“, sagt er. Und schneller solle der CV werden, will heißen: „Über die neue Auskunftei werden beispielsweise Informationen in Echtzeit fließen und die CV eigenen Daten angereichert mit Informationen anderer nationaler und internationaler Auskunfteien, um unseren Mitgliedern die aktuellen und werthaltigsten Informationen anbieten zu können – in Zukunft auch über Privatpersonen.“ Seminare, Workshops und ein Netzwerktreffen „Businessfrühstück“ sind weitere Neuerungen – um nur einiges zu nennen.

Der CV hat eine lange Tradition. 1894 gegründet, bediente er insbesondere die Schmuck- und Uhrenbranche, außerdem Silberwaren, Optik, Mikroelektronik und artverwandte Wirtschaftszweige. Er ist nach eigenen Angaben der mitgliederstärkste Branchenverband der deutschen Schmuck- und Uhrenindustrie. Zunehmend kommen Mitgliedsunternehmen außerhalb des Kernbereichs hinzu. „Bereits rund 15 Prozent der von uns betreuten Mitglieder sind aus anderen Branchen, etwa Maschinenbau, Medizin-, Fein- und Stanztechnik“, erklärt Wolf. Dies sei eine logische Folge: „Viele der Unternehmen entstammen den Traditionsbranchen Schmuck und Uhren.“ Übrigens können sich Interessenten für eine kostenlose Probemitgliedschaft an-melden. Sie dauere vier Monate und ende automatisch. Sämtliche Leistungen eines Vollmitglieds können laut Wolf während dieser Zeit kostenlos in Anspruch genommen werden. Unter anderem Dienstleistungen auf allen Gebieten des internationalen Gläubigerschutzes, wie der Finanz- und Rechtsdienstleistung sowie der Unternehmensberatung. Weltweit sei der Verband in mehr als 50 Ländern tätig.

Weitere Informationen unter www.cvp.de