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07.08.2008

Wird das Überraschungs-Ei verboten?

BERLIN. Verwirrung um das Schicksal des Überraschungs-Eis: Die Bundestags-Kinderkommission will Nahrungsmittel und Spielzeug klar trennen. Das würde das Aus für das Überraschungs-Ei bedeuten. Der Vorschlag stößt jedoch auf Kritik.

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Wäre ein Verbot der Überraschungs-Eier sinnvoll?

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«Wir sollten Essen und Spielzeug trennen», sagte FDP-Jugendpolitikerin und Kommissionsmitglied Miriam Gruß am Donnerstag. «Wir wollen nur vermeiden, dass ein Kind vielleicht sogar im schlimmsten Fall an einem Spielzeug aus einem solchen Kombinationsprodukt ersticken könnte.» Es gehe aber nicht um ein Verbot. Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder warnte vor Gefahren durch kleines Spielzeug in Nahrungsmitteln. Die Süßwarenindustrie wies die Kritik zurück.

Die Kommission fordert, dass Nahrungsmittel und Spielzeug nicht gemeinsam angeboten werden. «Das würde auch das Verbot von Überraschungs-Eiern zur Folge haben - so traurig es ist», sagte die FDP-Politikerin Gruß der «Bild»-Zeitung. Später sagte Gruß: «Es war nicht von einem Verbot die Rede.» Es handle sich um einen Appell. Auch der Onlinedienst «Welt Online» berichtete von der Forderung, Lebensmittel und Spielzeug zu trennen. Die CDU-Verbraucherpolitikerin Julia Klöckner und die CSU-Abgeordnete Dorothee Bär nannten ein Verbot allerdings überzogen. Kleines Spielzeug gibt es unter anderem in Überraschungseiern, in Cornflakes, aber auch in anderen Produkten.

«Es gibt keinen Nachweis von Gesundheitsgefahren durch die Kombination von Spielzeug und Lebensmitteln», sagte der Vizegeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie, Torben Erbrath. «Experten haben das Überraschungsei für ungefährlich befunden.» Produkte, an denen Kinder sich verschlucken könnten, seien vom Markt genommen worden. Eine Sprecherin der Süßwarenfirma Ferrero, die «Kinder-Überraschung» herstellt, sagte «Welt Online»: «Es gibt keinerlei Beweise dafür, dass durch die Kombination von Spielzeug und Lebensmittel eine erhöhte Gefahr ausgeht.» Bei der «Kinder-Überraschung» würden Spielzeug und Schokolade per Kapsel getrennt.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder verwies auf Studien zu Risiken von Spielzeug in Lebensmitteln. «Die Gefahr liegt im Einatmen von kleinen Teilen», sagte BAG-Präsidentin und Kinderchirurgin Stefanie Märzheuser der Deutschen Presse-Agentur dpa. Möglich seien schwere Lungenentzündungen. Es habe aber auch Todesfälle gegeben. Das Verschlucken kleiner Teile sei dann nicht gefährlich, wenn sie wieder ausgeschieden würden. dpa

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