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wvib Foto:Löffler-Lache
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Erfahrungsaustausch, Unternehmensbesuche und Vortragsveranstaltungen gehören zum Dienstleistungsangebot des Wirtschaftsverbandes wvib. Foto: Wilhelm
Erfahrungsaustausch, Unternehmensbesuche und Vortragsveranstaltungen gehören zum Dienstleistungsangebot des Wirtschaftsverbandes wvib. Foto: Wilhelm
Erfahrungsaustausch, Unternehmensbesuche und Vortragsveranstaltungen gehören zum Dienstleistungsangebot des Wirtschaftsverbandes wvib. Foto: Wilhelm
Erfahrungsaustausch, Unternehmensbesuche und Vortragsveranstaltungen gehören zum Dienstleistungsangebot des Wirtschaftsverbandes wvib. Foto: Wilhelm
15.12.2011

Wirtschaftsverband mit Vorliebe für Tüftler und Visionäre

„Tüftlergeist. Innovationsfreude. Hartnäckigkeit. Internationalität.“ Diese positiven Eigenschaften kommen Christoph Münzer beim Stichwort Nordschwarzwald unvermittelt in den Sinn. Münzer ist Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbandes industrieller Unternehmen in Baden (wvib). Knapp ein halbes Hundert verschieden großer Betriebe von Alpirsbach über Freudenstadt und Horb sowie Calw bis Pforzheim und Mühlacker ist Mitglied in dem – nach eigenen Angaben – größten Netzwerk für den industriellen Mittelstand im Südwesten.

1000 Firmen im badischen und schwäbischen Raum haben sich bisher der Organisation angeschlossen. Hauptsitz ist Freiburg. Allerdings geht der Verband auch vor Ort zu den Betrieben. Für den Nordschwarzwald gibt es eigens ein wvib-Betreuerteam.

Mehr noch: Der Verbandschef sieht im Hinblick auf eine Beteiligung weiterer Unternehmen am wvib-Netzwerk „noch großes Potenzial“ im Nordschwarzwald. Neben OBE stehen bereits Namen wie Kramski, Reeb Stahl- und Blechtechnik sowie Schmalz, PKT oder Bürkle-Gruppe (Käufer der Elektrogroßhandlung Emil Ratz, Pforzheim) auf der Mitgliederliste – um nur einige zu nennen. Neu hinzu gekommen ist Hermann Ultraschall (Karlsbad).

Vor 65 Jahren wurde die „Schwarzwald AG“, wie sich der wvib auch nennt, gegründet. Der Ursprung seinerzeit war die Gründung einer Rohstoffbörse. Daraus erwuchs ein Unternehmensnetzwerk, das weder als Tarifpartner auftreten, noch in Konkurrenz zu anderen Verbänden treten will. Was also ist die Leistung des wvib? „Information, Beratung, Vernetzung, Schulung“, nennt Münzer als Stichworte und meint: „Es gibt so gut wie kein Problem, bei dem wir nicht helfen können. Und wenn wir’s nicht können, dann kennen wir jemanden, der es kann.“

Beispiel: Wer ein Hochregallager bauen lassen will, kann sich des wvib-Netzwerks bedienen und auf die Erfahrungen anderer Kolleginnen und Kollegen zurückgreifen. Ohnehin, fügte wvib-Präsident Klaus Endress (Endress+Hauser AG) hinzu: „Die Erfahrungsaustauschgruppen sind eine hervorragende Einrichtung. Ich habe aus den Gruppen viele Ideen mit nach Hause genommen, die wir bei Endress+Hauser umgesetzt haben.“

Der wvib besetzt schwerpunktmäßig die Themenfelder Technik, Betriebswirtschaft sowie Recht und Personal. Hier können sich Unternehmen beraten lassen. 35 Beschäftigte sind im Verband tätig, davon vier Juristen. Die Kosten für Beratung und andere Leistungen sind durch den Mitgliederbeitrag abgedeckt. Münzer: „Wir sind ein Flatrate-Dienstleister.“ Die Seminare und Workshops werden indes separat berechnet. Sie bilden ein weiteres Standbein des wvib. Hinzu kommen Gemeinschaftsstände auf Messen sowie die Veranstaltung der Fachmesse „Industrie+Elektronik“ mit zuletzt rund 340 Ausstellern und über 10000 Besuchern.

Unterdessen ist die Bezeichnung „Baden“ im Verbandsnamen mit den Jahren insofern etwas verblasst, als inzwischen auch Unter­nehmen aus dem schwäbischen Raum, ebenso aus der Pfalz und dem Elsass sowie der Nordwestschweiz eine wvib-Mitgliedschaft haben. Ihr Anteil: „Rund 30 Prozent“, erklärt Münzer. Und: „Seit eini­gen Tagen ist auch ein bayerisches Unternehmen bei uns.“

Im September 2011 hat der Hauptgeschäftsführer gemeinsam mit wvib-Präsident Endress den Erweiterungsbau in der Breisgaumetro-pole vorgestellt. Gleichzeitig wurde der 65. Geburtstag des Verbandes gefeiert. Ministerpräsident Winfried Kretschmann war prominenter Gratulant mit den Worten: „Gerade für mittelständische Industrieunternehmen in Baden-Württemberg ist es wichtig, dass Institutionen wie der wvib ihre Anliegen vertreten, sie fördern und vernetzen und mit ihrem Fachwissen beraten.“