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14.12.2011

Wo Werkzeuge, Flieger und Handys zuckersüß auf der Zunge zergehen

Keine Angst. Die martialisch wirkenden Heimwerker-Devotionalien sind völlig harmlos. Ob Hammer, Zange, Säge – man kann sie gefahrlos zu Munde führen. Sie sind sogar ein Genuss, der auf der Zunge zergeht. Was da so täuschend echt wie ein ausgeräumter Werkzeugkasten vor dem Betrachter liegt, das ist feinste belgische Schokolade.

Im Familienunternehmen, das Wilhelm Guldenkirch vor Jahren gründete, werden diese in Form gegossen. Ob feingliedriger Meterstab, derbe Gartenschaufel oder modernes Smartphone, all diese Dinge werden hier auf süße Weise nachgebildet.

Der kreative Kopf der Werkstatt ist zweifelsohne seine Frau. Sie hat sich schon vor der Gründung fürs künstlerische Gestalten von Schokolade interessiert. Sie belegte einen Chocolatierkurs in Belgien, kehrte mit dieser Geschäftsidee zurück und formt seither professionell und mit hoher künstlerischer Fertigkeit die lecker-braune Masse zu diversen Gegenständen.

Schon heute blicken die Gulden-kirch’s in die Zukunft und so verwundert es nicht, dass im Sommer diesen Jahres der Sohn mit ins Familienunternehmen involviert wurde, um den Fortbestand des erfolgreichen Unternehmens zu sichern.

Sie suchen ein Werbe- oder Kundengeschenk für Ihr Unternehmen? Hier werden sie sicherlich fündig.

Der Flugzeugbauer gibt eine süße Miniaturausführung seiner Flugmaschinen in Auftrag. Das Mobilfunkunternehmen lässt Handys in Schokolade gießen und der Werkzeugbauer übergibt seinen Gästen beim Richtfest des Neubaus hunderte von Schoko-Hämmerchen aus der Guldenkirch‘schen Werkstatt.

Anfragen kommen inzwischen nicht nur aus Deutschland, unter anderem auch aus der Region Nordschwarzwald. Österreich und die Schweiz, die Niederlande und Schweden gehören zu den Märkten, die von der Schokoladenkünstlerin bedient werden. Und wie oft erliegt sie bei der täglichen Produktion der süßen Versuchung? „Ich habe noch nie gerne Schokolade gegessen“, bekennt sie.