nach oben
Weggefährten: Rückt Wolfgang Schick aus der zweiten Reihe auf den Platz von Florentin Goldmann an der Spitze der CDU-Fraktion vor?   PZ-Archiv/Seibel
Weggefährten: Rückt Wolfgang Schick aus der zweiten Reihe auf den Platz von Florentin Goldmann an der Spitze der CDU-Fraktion vor? PZ-Archiv/Seibel
24.11.2017

Wortele: Ja, ist denn schon wieder Wahl?

Was hatten wir uns auf ein ruhiges nächstes Jahr gefreut. So wenig Wahlkampf und Rathauspersonalkarussell wie seit Menschengedenken nicht.

Ganz anders als 2016 mit der Landtagswahl und den Neuwahlen der Bürgermeister in den Pforzheimer Rathausdezernaten II (Baukultur) und IV (Gemischtwaren), und schon gar kein Jahr wie 2017 mit OB- und Bundestagswahl.

Nun könnte es ganz anders kommen. Zumindest was die Bundestagswahl angeht. Aber auch die Kommunalpolitik beschert uns mehr und frühere und andere Personalfragen, als es der Fünfjahresplan vorsah. Die Ende 2018 zur Wiederwahl anstehende Sozialbürgermeistern Monika Müller (SPD) wechselt wie berichtet voraussichtlich zum 1. April der besseren Perspektiven wegen nach Wolfsburg. Ob Müllers Dezernat generell oder auch nur konkret in seiner jetzigen Form erhalten bleibt, gilt als genauso offen wie die Frage, wer an dessen Spitze berufen wird. Und vor allem, ob die CDU der Versuchung widerstehen kann, auch diesen Posten an sich zu ziehen. Selbst wenn als höchstwahrscheinlich gilt, dass sie dafür ein paar Monate später bei den Kommunalwahlen mit dem endgültigen Verlust ihrer Position als stärkste Gemeinderatsfraktion abgestraft werden würde. Das ist dem Vernehmen nach auch dem früheren CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Wolfgang Schick klar, der dieser Tage verstärkt in den Blick gerät – als möglicher Fraktionsvorsitzender. Denn der aktuelle Vormann der christdemokratischen Stadträte, Florentin Goldmann, hatte bekanntlich erklärt, in dieser Funktion seinen Hut nehmen zu wollen, nachdem die Bewerbung seines Sohnes Louis als persönlicher Mitarbeiter bei Oberbürgermeister Peter Boch bekannt wurde.

Je nachdem könne Goldmanns Abschied von der Fraktionsspitze aber auch erst mit der Kommunalwahl 2019 spruchreif werden, sagt Wolfgang Schick selbst gegenüber der PZ, darauf angesprochen, dass bei der Frage nach dem Goldmann-Nachfolger so gut wie immer er als einzige realistische Option genannt wird. Es sei nicht erstaunlich, dass er in den Blick gerate, so Schick, er sei ja stellvertretender Fraktionsvorsitzender, wie im übrigen auch Anneliese Graf.

Es gebe einige Persönlichkeiten in der Fraktion, die als Vorsitzende in Frage kommen. Es sei also alles offen – Zeitpunkt genauso wie mögliche Kandidaten. „Grundsätzlich freut mich, wenn die Leute, die diese Vermutung hegen, es mir offensichtlich zutrauen“, fügt er an. Ein klein bisschen Wahlkampf ist halt immer.