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Die Angeklagte Beate Zschäpe im Gerichtssaal des Oberlandesgerichts in München zwischen ihren Anwälten Anja Sturm und Wolfgang Heer. 
Die Angeklagte Beate Zschäpe im Gerichtssaal des Oberlandesgerichts in München zwischen ihren Anwälten Anja Sturm und Wolfgang Heer.  © dpa
17.12.2014

Zeuge sagt im NSU-Prozess über Bombenanschlag in Nürnberg aus

München. Ein ehemaliger Sprengstoffermittler des Bayerischen Landeskriminalamtes hat am Mittwoch im NSU-Prozess über einen Anschlag auf ein türkisches Lokal in Nürnberg ausgesagt. Diese Tat aus dem Jahr 1999 - ein Jahr vor dem ersten Mord der Terrorgruppe «Nationalsozialistische Untergrund» (NSU) - ist bisher nicht aufgeklärt.

Eine Putzkraft hatte damals auf der Toilette eine vermeintliche Taschenlampe gefunden und versucht, sie einzuschalten. Dabei war sie explodiert, der Mann wurde verletzt.

Der geständige mitangeklagte NSU-Helfer Carsten S. hatte über einen solchen Anschlag berichtet. S. sagte im Prozess vor dem Oberlandesgericht München, die NSU-Mitglieder Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt hätten ihm von einer Taschenlampen-Bombe erzählt, aber sofort geschwiegen, als sich Beate Zschäpe genähert habe. Zschäpe ist die Hauptangeklagte im NSU-Prozess, Mundlos und Böhnhardt sind tot.