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Kriminalbeamte kritisieren Schweiger: «Tatort»-Vorspann muss bleibe.
Kriminalbeamte kritisieren Schweiger: «Tatort»-Vorspann muss bleiben © dpa
22.08.2013

Zu brutal: Kölner «Tatort» ins Spätprogramm verschoben

Zu brutal: Ein ARD-«Tatort» mit den Ermittlern Ballauf und Schenk darf nicht wie gewohnt um 20.15 Uhr, sondern erst nach 22 Uhr laufen.

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Zum ersten Mal in 40 Jahren wird ein «Tatort»-Krimi im ARD-Programm aus Jugendschutzgründen nicht zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr gezeigt. Eine Sprecherin des Westdeutschen Rundfunks (WDR) bestätigte am Donnerstag einen Bericht der «Bild»-Zeitung, wonach die Kölner «Tatort»-Folge mit dem Titel «Franziska» erst ab 22 Uhr ausgestrahlt wird.

Zwar wurde bereits 1998 ein Berliner «Tatort» aus Qualitätsmängeln im Spätprogramm am Montag um 23 Uhr ausgestrahlt, eine Verschiebung des «Tatorts» aus Jugendschutzgründen sei aber neu, sagte eine Sprecherin der ARD am Donnerstag.

In dem neuen «Tatort» wird Franziska (Tessa Mittelstaedt), Assistentin der Kölner Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär), als Geisel genommen. «Es wird ein Bedrohungsszenario ... mit großer Spannung aufgebaut, das äußerst nahegehend und intensiv inszeniert ist», sagte die WDR-Sprecherin. Redaktion und der Jugendschutzbeauftragte des Senders haben deshalb entschieden, den Film erst später zu zeigen.

Premiere feiert der Film auf dem Kölner Film- und Fernsehfestival «Cologne Conference» Ende September. Für Fernsehzuschauer wird der Film voraussichtlich im Dezember in der ARD zu sehen sein. Ursprünglich war eine Ausstrahlung im Juni geplant.

Zuletzt wurde 2011 ein anderer ARD-Krimi aus Jugendschutzgründen verschoben: Gleich die zweite Folge des Münchner «Polizeiruf 110» mit Matthias Brandt in der Hauptrolle lief wegen eines dargestellten Selbstmordattentats an einem Freitagabend. Durch den ungewöhnlichen Sendeplatz blieb der Zuschauerzuspruch recht mau.