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In Shanghai sind zwei Menschen an grippeähnlichen Symptomen gestorben. Laboruntersuchungen ermittelten die Vogelgrippe-Variante H7N9 als Ursache der Erkrankungen.
In Shanghai sind zwei Menschen an grippeähnlichen Symptomen gestorben. Laboruntersuchungen ermittelten die Vogelgrippe-Variante H7N9 als Ursache der Erkrankungen. © Symbolbild: dpa
31.03.2013

Zwei Tote durch kaum bekannten Vogelgrippe-Typ in China

Peking. In der ostchinesischen Stadt Schanghai sind zwei Menschen an einer kaum bekannten Variante der Vogelgrippe gestorben. Wie das chinesische Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte, starben die Männer im Alter von 27 und 87 Jahren schon vor einigen Wochen am Virustyp H7N9. Eine dritte, 35-jährige Patientin aus der nahegelegenen Provinz Anhui sei in kritischem Zustand, hieß es weiter. Der Erreger H7N9 war demnach bislang noch nicht bei Menschen nachgewiesen worden.

Die Männer zeigten den Angaben zufolge schon im Februar erste grippeartige Symptome, die Frau erkrankte dagegen erst am 9. März. Alle Patienten hatten zunächst Fieber und Husten, gefolgt von einer schweren Lungenentzündung mit Atemnot. Laboruntersuchungen ermittelten die Vogelgrippe-Variante H7N9 als Ursache der Erkrankungen.

Unklar ist jedoch, wie sich die Patienten den Erreger zuzogen. Eine gegenseitige Ansteckung schlossen die Behörden aus. Bei 88 Kontaktpersonen fanden Experten demnach keine Zeichen einer Grippeerkrankung. Daher gehen sie nicht davon aus, dass diese Variante unter Menschen sehr ansteckend ist.

Die sogenannte Aviäre Influenza befällt vor allem Vögel, manche Formen können aber auch dem Menschen gefährlich werden: Der Erreger H5N1 infizierte nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO seit 2003 weltweit mehr als 600 Menschen. 371 Patienten von ihnen starben.