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Pistolen und Munition liegen auf dem Fußboden nach einer Durchsuchung in Eckenförde. Mit einem Großeinsatz ist der Bundespolizei ein Schlag gegen die Schleuser-Kriminalität gelungen.
Pistolen und Munition liegen auf dem Fußboden nach einer Durchsuchung in Eckenförde. Mit einem Großeinsatz ist der Bundespolizei ein Schlag gegen die Schleuser-Kriminalität gelungen. © Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt/dpa
29.01.2015

Zwölf Festnahmen bei bundesweiter Razzia im Schleusermilieu

Bei Durchsuchungen im Schleusermilieu in neun Bundesländern hat es am Mittwoch zwölf Festnahmen gegeben, elf in Deutschland und eine in Bulgarien. Die Bundespolizei durchsuchte in neun Bundesländern 44 Wohnungen und Geschäftsräume, wie das Bundespolizeipräsidium in Potsdam am Donnerstagmorgen mitteilte.

Über 500 Bundespolizisten waren im Einsatz, darunter auch Spezialkräfte wie die GSG9. Die Ermittler hätten umfangreiches Beweismaterial und etwa 55.000 Euro beschlagnahmt.

Zum Beweismaterial gehörten unter anderem gefälschte Einreisevisa und Pässe, gefälschte Führerscheine sowie Kfz-Briefe, Falschgeld, Drogen, Waffen und Munition.

Der bundesweite Großeinsatz der Bundespolizei lief in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Berlin, Sachsen, Thüringen, Bayern, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Er sei das Ergebnis von fünf voneinander unabhängigen Ermittlungsverfahren. Europol sei in Bulgarien und den Niederlanden eingebunden gewesen. Von der Auswertung des Beweismaterials erhoffen sich die Ermittler weitere Erkenntnisse über die Tätigkeit von Schleuserbanden, wie ein Sprecher sagte.